Zahl der Phishing-Seiten steigt
Wachsende Gefahren aus dem Internet

Viren, Würmer, Spam-Mails und Phishing-Angriffe belasten die Datenautobahnen des World Wide Web. Eine Besserung ist dabei nicht in Sicht.

hiz DÜSSELDORF. Die Antivirenexperten von H+BEDV melden, dass allein im Jahr 2004 die Zahl der Viren um über 50 Prozent gestiegen ist. Sie entdeckten doppelt so viele Trojaner wie im Jahr zuvor. Über 60 Prozent des gesamten Email-Verkehrs besteht nach den Erkenntnissen mittlerweile aus unerwünschten Spam-Mails.

Besonders ärgerlich sind die betrügerischen Versuche, an vertrauliche Daten und Geld der Internet-User zu kommen. Den Angaben der Anti-Phishing Working Group zufolge hat es im Januar dieses Jahres einen sprunghaften Anstieg der Phishing-Seiten gegeben. Diese Seiten täuschen zum Beispiel vor, von einer Bank zu sein, und verleiten den ahnungslosen Besucher zur Eingabe vertraulicher Daten - wie Kontonummer, Kennwort oder PIN-Code.

Insgesamt haben die Websense Security Labs, die diese Daten ermitteln, 2560 aktive Pishing-Seiten gezählt, das sind rund 50 % mehr als noch im Dezember. Damit wurde im Januar ein vorläufiger Höchststand erreicht. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Seit Juli letzten Jahres ergab sich nach den Aussagen der Experten monatlich eine durchschnittliche Steigerungsrate von 28 %.

Websense hat im Januar zudem einen deutlichen Trend zum so genannten Cross-Site-Scripting beobachtet. Damit werden URLs von echten Webseiten über eine Umleitung, einen so genannten Redirect, zu gefälschten Seiten gelenkt. Bei einer Reihe von Attacken setzen die Angreifer den Analysen zufolge eine Kombination aus E-Mails, Instant Messaging und Redirects ein.

Zudem stieg die Zahl der Phishing-Seiten, die nicht über den Port 80 kommunizieren, wie es im Internet allgemein üblich ist, auf nahezu zehn Prozent. Alternative Ports werden von den kriminellen Kreisen verwendet, um Webfilter auszutricksen.

Vorrangiges Ziel der Phishing-Attacken war im Januar mit 80 % der Finanzdienstleistungsbereich, gefolgt von Internet-Service-Providern mit 11 % und der Retail-Branche, wie beispielsweise eBay, mit 6 %. Im Januar betrug die durchschnittliche Lebensdauer einer Phishing-Seite 5,8 Tage.

Ausführliche Details des Januar-Reports der Anti-Phishing Working Group sind als PDF-Datei im Internet verfügbar.

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