Zahl infizierter Computer rückläufig
Sobig.F geht die Puste aus

Die Zahl der mit dem Wurm Sobig.F infizierten Computer ist deutlich zurückgegangen. Weltweit seien am Sonntag mit 98 205 Rechnern ein Drittel weniger befallen als am Vortag, teilte die Computersicherheits-Firma Trend Micro mit.

Reuters SAN FRANCISCO. In Europa sei die Zahl der betroffenen Computer um 51 % und in Nordamerika um 22 % gefallen. In Asien sei zwar ein Anstieg von 41 % registriert worden, dies seien jedoch gerade 8258 Computer. „Nun ist es Zeit für das Großreinemachen und um die Lektionen für den nächsten E-Mail-Wurm zu lernen“, sagte Graham Cluley von Sophos Anti-Virus. Mit einer neuen Inkarnation des Wurms sei nach Mitte September zu rechnen. Sobig.F hatte das Internet mit Mill. von infizierten E-Mails überschwemmt.

Sobig.F war am 18. August offenbar in einer pornographischen Newsgroup des Internets in Umlauf gebracht worden und bereitete sich von dort schnell aus. US-Behörden vermuten laut Presseberichten, dass der Wurm erstmals über einen Mailaccount bei dem US-Provider Easynews.com ins Netz eingeschleust wurde. Easynews bestätigte Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI. Experten konnten verhindern, dass die infizierten Computer koordinierte Angriffe starteten, die das Internet hätten massiv beeinträchtigen können. Der Wurm ist so programmiert, dass er sich am 10. September selbst löscht.

Sobig.F ist der sechste aus einer Serie von immer ausgeklügelten Würmern, die seit Januar ins Internet gebracht wurden, sagte Vincent Weaver von Symantec am Samstag. Damit seien verschiedene Arten der Vervielfältigung getestet worden. „Es gab eine Abfolge von verschiedenen Würmern für ein übergeordnetes Ziel - dynamische (Roboterrecher), die sich selbst updaten können“, sagte Weaver. „Er will durch die Erschaffung von Zombie-Maschinen ein Netz aufbauen, das er kontrolliert.“ Cluley stimmte zu, dass ein neuer Angriff wahrscheinlich ist. „Wir erwarten den nächsten (Wurm) irgendwann nach dem 10. September“, sagte er. „Nicht unbedingt am 11. September, aber innerhalb der folgenden Wochen.“

Empfänglich für Sobig-Würmer sind Computer mit dem Betriebssystem Microsoft Windows. Der Wurm versteckt sich in einem E-Mail-Anhang. Wird die Mail geöffnet, infiziert er den Computer und versendet sich dann an andere E-Mail-Adressen, die er auf dem befallenen Rechner findet. Diese Computer werden dann verwendet, um Massenmails (Spam) zu versenden.

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