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„Zeit“: Alexander Falk bereitete seine Flucht vor

Der angeklagte Internet-Unternehmer Alexander Falk wollte nach einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ aus Deutschland fliehen, falls er auf freien Fuß gekommen wäre.

dpa HAMBURG. Der angeklagte Internet-Unternehmer Alexander Falk wollte nach einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ aus Deutschland fliehen, falls er auf freien Fuß gekommen wäre.

In einem in englischer Sprache verfassten Kassiber habe er aus dem Gefängnis heraus einen südafrikanischen Falk-Manager gebeten, einem deutschen Anwalt dabei zu helfen, seine Flucht vorzubereiten.

Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger sagte am Mittwoch in Hamburg, der Anklagebehörde liege ein „Schreiben Falks an einen Vertrauten“ vor. Darin gehe es um mögliche Fluchtpläne. Einzelheiten des in der Zeitung erwähnten Kassibers wollte Bagger allerdings nicht kommentieren.

Laut „Zeit“ schrieb Falk darin, er habe „nicht die Absicht, die nächsten drei Jahre mit einem vollständig nutzlosen ... Verfahren zu verbringen, das er ohnehin gewinnen“ werde. Der Kassiber soll den deutschen Staatsanwälten von ihren südafrikanischen Kollegen zugespielt worden sein. Bagger meinte dazu lediglich, das Schriftstück stamme „von einer ausländischen Behörde“.

Falk sitzt seit eineinhalb Jahren in Untersuchungshaft und hat mehrfach versucht, seine Freilassung auf juristischem Wege zu erzwingen. Das blieb jedoch erfolglos, selbst gegen das Angebot einer Kaution von 2,5 Mill. Euro. Laut „Zeit“ hätte Falk in Kauf genommen, die Kaution zu verlieren. Er muss sich ab Freitag (3.12.) vor dem Hamburger Landgericht wegen schweren Betrugs, Kursbetrugs, Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung verantworten. Gemeinsam mit fünf Mittätern soll er den Kurs seiner Internet-Firma Ision manipuliert und einen überhöhten Kaufpreis kassiert haben.

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