Zeitungsbericht
Jeder zweite IT-Arbeitsplatz in Deutschland bedroht

Rund die Hälfte aller IT-Arbeitsplätze in Deutschland sind nach Experten-Einschätzung in den kommenden vier Jahren vom Rotstift bedroht.

dpa MüNCHEN. Wie die „Computerwoche“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, erwartet die Unternehmensberatung A.T. Kearny, dass die 500 größten deutschen Unternehmen in diesem Zeitraum insgesamt 120 000 Arbeitsplätze in der Informationstechnologie abbauen wollen. Als Grund nennt A.T. Kearny dem Bericht zufolge Unzufriedenheit mit der Effizienz der IT-Infrastruktur und eines geplanten Strukturwandels.

„Die Konzerne erachten IT als bedeutende Wachstumsbremse“, sagt Holger Röder von A.T. Kearny. „Große Teile des IT-Budgets werden für Aufgaben verwendet, die weder Werte noch Wachstum schaffen.“ Ein großer Teil der Ausgaben fließe vielfach in die Verwaltung veralteter IT-Landschaften, die keinen Bezug zu den Unternehmenszielen hätten. Durch Auslagerung der betroffenen Aufgaben an externe Service- Anbieter würden die Unternehmen insgesamt etwa zehn Mrd. Euro im Jahr einsparen.

Von den zur Zeit existierenden 180 000 Stellen in den Bereichen IT-Betrieb, Wartung und Entwicklung sollen der Studie zufolge 145 000 Arbeitsplätze wegfallen, im IT-Management aber 25 000 Stellen hinzukommen. Nur 20 Prozent der derzeitigen IT-Jobs wollen die Unternehmen in ihrer jetzigen Form erhalten, ein großer Teil werde durch die Neugestaltung der internen Informationstechnik abgebaut. Die befragten Manager erwarteten im Schnitt, dass 15 Prozent der Jobs durch verbesserte Effizienz entfielen, durch Auslagerung von Serviceleistungen in Niedriglohnländer könnten zwischen 20 und 40 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen.

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