Zielgruppe kleine und mittelständische Unternehmen 1&1 greift Blackberry an

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Der Push-Dienst baut auf die webbasierte Lösung MailXchange zur E-Mail-, Dokumenten-, Termin- und Adressverwaltung auf, die 1&1 Anfang des Jahres als Konkurrenz zu den Büropaketen Google Apps Professional Edition, zu Microsoft Exchange oder Microsofts Web-Service Office Live Premium gestartet hat. Beide US-Unternehmen drängen seit gut einem Jahr massiv in den Bereich Webhosting, also der Verwaltung von kompletten Internetauftritten und Anwendungen vornehmlich für Geschäftskunden.

Das war bislang eine Domäne von Firmen wie 1&1, Strato oder Godaddy in den USA. Doch der Markt befindet sich in einem dramatischen Wandel. War Webhosting früher schlicht die Bereitstellung eines Internet-Rechners mit Speicherplatz, mutiert es immer mehr zum Gesamtpaket aus webbasierter Anwendungssoftware, Webspace und mobiler Kommunikation. Wie andere Altanbieter aus dem Hostingsektor droht 1&1 hier den Anschluss an die aggressiven Neulinge und damit Kunden zu verlieren. Jetzt kann 1&1 dagegenhalten und selber ein Gesamtpaket anbieten, vom Webspeicherplatz über einen gehosteten E-Mail- und Groupware-Service bis zu einem DSL-Anschluss fürs Büro und die Push-E-Mail mit Mobilfunkvertrag.

Wie wichtig Webhosting für 1&1 ist, zeigte gerade erst der jüngste Quartalsabschluss bei der Mutter United Internet. Der Wachstumstreiber sei ganz klar das Webhosting-Auslandsgeschäft gewesen, hieß es bei der Vorlag der Ergebnisse. Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge im Vergleich zum Vorjahr stieg im zweiten Quartal um über 400000 auf 1,47 Millionen. Insgesamt hatte United Internet Ende Juni 2007 rund 3,1 Millionen Webhostingkunden unter Vertrag. Der 2006 noch dominierende Verkauf von DSL-Anschlüssen war dagegen deutlich eingebrochen.

Wieviele Kunden sich seit Anfang 2007 für MailXchange-Konten entschieden haben, war aus dem Unternehmen nicht zu erfahren. Einiges deutet aber darauf hin, dass sich der Web-Anbieter noch anstrengen muss, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Bis zu einer Millionen MailXchange-Konten sollten bis Jahresende eingerichtet sein. Jetzt werden nach Handelsblatt-Informationen aber erst einmal die Preise kräftig gesenkt. Die bisherige „Premium-Variante“ für bis zu 299 Euro im Monat (bei 100 Firmen-E-Mailkonten) soll ersatzlos gestrichen werden. Alle Leistungen wie die unverzichtbare Outlook-Einbindung werden in die Basisversion eingebunden werden. Damit sinkt der Preis für die Maximalausstattung von 299 auf 199 Euro monatlich.

Der Preisvorteil gegenüber Wartung und Betrieb eines eigenen E-Mailservers im Unternehmen ist einer der wichtigsten Gründe für webbasierte E-Mail- und Büroanwendungen wie die von Google, Microsoft oder 1&1.

Und auch innerhalb der gehosteten Angebote werden die Unterschiede immer größer. Ein Konto (eine E-Mailadresse) unter MailXchange kostet bei 1&1 momentan 4,95 Euro monatlich. Für ein entsprechendes Microsoft Exchange E-Mail-Konto berechnet 1&1 dagegen fast 10 Euro im Monat.

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