Zolls und Bundesamt für Naturschutz
Internet-Info zu illegalen Souvenirs

Reisende können sich künftig auf einer Internetseite des Zolls und des Bundesamtes für Naturschutz darüber informieren, welche Souvenirs aus Artenschutzgründen verboten sind.

dpa FRANKFURT/HANNOVER. Für alle Regionen der Welt sind unter www.artenschutz-online.de Artikel aufgeführt, deren Handel untersagt ist. Für die Fidschi- Inseln beispielsweise sind Korallen, Riesenmuscheln und Meeresschildkröten aufgelistet. Weltweit seien rund 8 000 Tier- und 40 000 Pflanzenarten gefährdet oder vom Aussterben bedroht, teilte der Zoll bei der Vorstellung des Projekts zur Computermesse Cebit in Hannover am Donnerstag mit.

Kaum jemand bringt nach Erkenntnissen des Zolls noch Elfenbein als Souvenir aus dem Urlaub mit. Schwieriger ist es mit anderen Produkten, die ebenfalls aus Artenschutzgründen einem Handelsverbot unterliegen. An erster Stelle stehe der Schmuggel von Gürteln, Schuhen oder Taschen aus Kroko- oder Schlangenleder, sagt Zoll- Experte Gero Heimroth am Donnerstag. Vor allem bei Touristen aus Asien und Südamerika werden solche Souvenirs gefunden und beschlagnahmt.

Allein am Frankfurter Flughafen entdeckten die Zöllner im vergangenen Jahr 504 Mal Verstöße gegen die Artenschutzvorschriften. Im Gepäck von Reisenden fanden sich fast 10 000 lebende Tiere, darunter in einem Fall 127 Pfeilgiftfrösche aus Peru. Ein Ehepaar versuchte, eine Grüne Meerkatze aus Kenia mitzubringen. Die Eheleute seien völlig überrascht gewesen, als der Zoll das Äffchen umgehend beschlagnahmte, sagt Heimroth. „Das ist aber die Ausnahme.“ Im Allgemeinen sei das Bewusstsein für Artenschutzbestimmungen gewachsen.

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