Zu wenig Schutz vor Betrügern
Second Life ohne virtuelles Banking

Die Online-Welt Second Life wird künftig ohne virtuelles Banking auskommen müssen. Mit der Maßnahme reagiert Betreiber Linden Lab auf die Beschwerden zahlreicher User, die durch unseriöse Angebote geschädigt wurden.

HB DÜSSELDORF. Linden Lab will seine Online-Welt Second Life künftig ohne virtuelles Banking betreiben. Über eine entsprechende Umstellung ab dem 22. Januar berichtet Ken Linden aktuell im Second-Life-Blog. Hintergrund sind Beschwerden von Usern, die bei unseriösen Bankgeschäften in der Online-Welt geschädigt wurden. Laut Ken Linden ist derzeit kein wirksamer Schutz der User vor Betrügern möglich.

Bekanntestes Beispiel für ein verlustreiches Bankgeschäft in der virtuellen Welt ist der Fall der Second-Life-Bank Ginko Financial. Sie erklärte sich im vergangenen Sommer für zahlungsunfähig, wobei insgesamt 200 Millionen Linden-Dollar verloren gingen. Dieser Betrag in der virtuellen Second-Life-Währung entspricht einem Gegenwert von 750 000 US-Dollar.

Bis zum endgültigen Ende der Second-Life-Finanzwelt am 22. Januar dürften nun zahlreiche Bankkunden versuchen, ihre virtuellen Anlagen in Sicherheit zu bringen.

» Die Ankündigung im Second Life-Blog

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