Zugangskontrolle durch räumliche Gesichtserkennung: Das Gesicht als Schlüssel

Zugangskontrolle durch räumliche Gesichtserkennung
Das Gesicht als Schlüssel

Biometrische Verfahren zur eindeutigen Identifizierung von Personen werden zukünftig in vielen Sicherheitsbereichen eingesetzt. Voraussetzung ist aber die zuverlässige automatische Erkennung. Bei Bioface soll das Gesicht bereits als Ausweis dienen.

hiz DÜSSELDORF. Die Forscher der Abteilung Sicherheitstechnologie für Grafik- und Kommunikationssysteme des Fraunhofer IGD in Darmstadt haben mit Bioface ein Zugangskontrollsystem entwickelt, dass auf einer dreidimensionale Gesichtserkennung basiert.

Der eigene Körper und seine unverwechselbaren Merkmale könnten nach Ansicht der Entwickler in Zukunft genügen, um Türen zu öffnen, Geld abzuheben oder Grenzen zu passieren. Anstatt Schlüssel, Karten, PIN-Nummern und Ausweispapieren dienen dann Fingerabdruck, Augeniris und Gesichtsform dazu, uns fälschungssicher und unverwechselbar zu identifizieren. Spätestens wenn ab Herbst diesen Jahres biometrische Merkmale auch in deutsche Pässe integriert werden, wird jeder von diesem Thema betroffen sein.

Eine der Möglichkeiten zur biometrischen Identifizierung ist die Gesichtserkennung. Diese wird hauptsächlich zur Zugangskontrolle und Überwachung eingesetzt. Mit der Umsetzung von Gesichtserkennungsalgorithmen sowie der Untersuchung der Leistungsfähigkeit und Sicherheit dieser Verfahren beschäftigt sich eine Forschergruppe des Fraunhofer IGD im Rahmen der Projektreihe Bioface. 3-D-Gesichtserkennungssysteme versprechen hierbei eine zuverlässigere Identifizierung als herkömmliche zweidimensionale Systeme. Bei einem vom Fraunhofer IGD entwickelten 3-D-Gesichtserkennungssystem, das schon bald als Zugangskontrolle im Gebäude des Fraunhofer IGD eingesetzt werden soll, werden zunächst die Gesichter der Zutrittsberechtigten eingescannt. Zur besseren Erkennung der Personen nimmt der Scanner dabei nicht nur die Form des Gesichts, sondern auch die Augen- und Haarfarbe auf. Zusätzlich zu diesen Informationen wird das Relief des Gesichts erfasst. Die so ermittelten Gesichtsdaten werden im Rechner hinterlegt. Möchte ein so registrierter Nutzer später Zutritt zum Gebäude haben, lässt er sein Gesicht am Eingang scannen, das System erkennt ihn wieder und die Türen öffnen sich.

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