Zusammenarbeit nicht beendet
HP gibt Itanium-Entwicklung auf

Nach zehn Jahren haben der Chiphersteller Intel und der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) ihre gemeinsame Entwicklung des Itanium-Chips eingestellt. Die Verkäufe haben die Erwartungen nicht erfüllt.

HB SAN FRANCISCO. Wie die beiden US-Firmen am Mittwoch mitteilten, soll HPs Entwicklungsabteilung mit mehreren hundert Ingenieuren vollständig von Intel übernommen werden. HP werde weiterhin Itanium-Chips in seinen Servern einsetzen und in den kommenden drei Jahren drei Milliarden Dollar investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Itaniums im Hochleistungs-Servermarkt zu fördern. Dieser ist etwa 20 Milliarden Dollar groß.

Ein Sprecher von Intel Deutschland sagte, damit sei die Zusammenarbeit nicht beendet. Die Partner teilten ihre Aktivitäten jetzt entsprechend ihrer Kernkompetenzen auf: Intel konzentriere sich auf die Entwicklung des Chips und HP auf dessen Einsatz in Servern. Richard Dracott von Intels Abteilung für Marketing und Planung wies Spekulationen zurück, Intel werde das Itanium-Projekt komplett einstellen. Der Itanium hole gegenüber den konkurrierenden Chips der Power-Baureihe von IBM auf, sagte er. Inzwischen machten die Verkäufe etwa ein Drittel die der Power-Chips aus. „Unser Ziel ist es, so bald wie möglich mit ihnen gleich zu ziehen und sie zu überholen“, sagte Dracott.

Nach mehr als zehn Jahren der gemeinsamen Entwicklung mit HP hatte Intel 2001 den ersten Itanium-Chip herausgebracht. Analysten sagen, andere Intel-Chips hätten ihn im Hinblick auf Preis und Leistung bereits damaligen Zeitpunkt überholt gehabt. HP steigt ganz aus der eigenen Entwicklung von Prozessoren dieser Klasse aus und konzentriert sich auf die Verwendung von Intels Modellen der Itanium-, Xeon-, Pentium- und Celeron-Reihen sowie auf Opteron-, Athlon- und Sempron-Chips von AMD. HP brachte im Sommer die letzte neue Version seines hauseigenen PA-RISC-Prozessors heraus und wird Rechner auf dieser Basis nur noch bis 2008 verkaufen. Ab 2006 sollen auch keine Rechner mit Alpha-Chips mehr verkauft werden. Die Firma mit Sitz in Palo Alto hofft so besser mit IBM konkurrieren können.

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