Zuversicht der IT-Industrie: Auf der Cebit regiert der Optimismus

Zuversicht der IT-Industrie
Auf der Cebit regiert der Optimismus

Nimmt man die Zimmersituation als Indikator, geht die weltgrößte IT-Messe Cebit allmählich wieder auf Wachstumskurs. Wer in den vergangenen Wochen noch kurzfristig eine Bleibe für die Messetage suchte, hatte schlechte Karten. Zumindest in Hannover und im direkten Umland erntet man seit Wochen nur eines: Kopfschütteln.

HB FRANKFURT. Keine Frage: Die Cebit startet am Mittwoch auf dem Messegelände in Hannover-Laatzen unter einem guten Stern. Zwar gibt es erste Anzeichen dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung doch nicht so positiv verläuft wie erwartet. So ist der wichtige Ifo-Geschäftsklima-Index Ende Februar entgegen den Erwartungen von Ökonomen gesunken, nachdem er zwei Monate in Folge gestiegen war. Dennoch rechnet das Ifo-Institut aber weiterhin mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,2 Prozent in diesem Jahr.

Auch die IT-Firmen lassen nicht von ihrer Zuversicht ab, obwohl längst klar ist, dass nicht alle Branchen in gleichem Maße von der Aufbruchstimmung profitieren werden. So sagen die Marktforscher von IDC dem weltweiten IT-Markt in den nächsten Jahren nur ein kleines Wachstum voraus. Erst in sechs oder sieben Jahren sollen die Raten wieder größer werden.

Doch was nach dem heftigen Auf und Ab während der Internet-Euphorie viel wichtiger ist: Das Wachstum dürfte nachhaltiger sein. Für Deutschland erwartet der Branchenverband Bitkom 2005 ein Plus von drei Prozent. Sollte sich die Konjunktur doch weiter aufhellen, sei sogar ein Wachstum von fünf Prozent möglich.

Viele der Cebit-Daten stützen diese Zuversicht. So liegt die Zahl der ausstellenden Firmen in diesem Jahr mit 6270 über dem Vorjahreswert (6109). Davon kommen 3293 Unternehmen aus dem Ausland - so viele Aussteller wie nie zuvor. Interessant ist die geographische Verschiebung: Das starke Wachstum aus dem Ausland geht in erster Linie auf das hohe Interesse asiatischer Firmen zurück. Die stärkste "Ausstellernation" ist Taiwan mit mehr als 770 Firmen. Dagegen sank die Zahl der Messeteilnehmer aus den USA von gut 220 auf weniger als 210. Damit spiegelt die Cebit die wachsende Bedeutung Asiens als Hersteller, aber auch als Abnehmer für die IT-Industrie wider.

Wie im Vorjahr erwartet die Messeleitung rund 500 000 Besucher. Wenngleich diese Kennzahl stagniert, ist das für die Veranstalter ein gutes Zeichen, schließlich konnte der Trend der vergangenen Jahre mit sinkenden Gästezahlen gestoppt werden. Und so spricht Reinhold Umminger von Deutschen Messe AG bereits von einer "Tendenz zur Stabilisierung".

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