ZVEI-Einschätzung
Elektrobranche fürchtet mehr Stellenabbau

Nach einem Beschäftigungsrückgang um ein Prozent auf 810 000 Mitarbeiter im Jahr 2004 droht der deutschen Elektroindustrie nach Einschätzung des Branchenverbandes ZVEI weiterer Stellenabbau.

dpa BERLIN. ZVEI-Präsident Edward Krubasik forderte deshalb in der Tageszeitung "Die Welt" unter anderem eine flexiblere Entlohnung in der Elektrobranche. "Der überwiegend gültige Metalltarif wird der Spreizung der Tätigkeiten von der Gießerei bis zur Softwareentwicklung in keiner Weise gerecht", sagte Krubasik, gleichzeitig Mitglied im Zentralvorstand der Siemens AG.

Nach drei Jahren Stagnation nahm 2004 der Umsatz in der zweitgrößten deutschen Branche zwar um vier Prozent auf 160 Mrd. Euro zu. Dennoch sank die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um über 8 000. "Weiterer Beschäftigungsabbau ist zu befürchten, wenn nicht grundsätzlich neue Impulse für den Standort gefunden werden", warnt Krubasik. "Neue Arbeitsplätze werden in der Branche nur entstehen, wenn sie mittelfristige Wachstumsraten von fünf bis sechs Prozent erzielt. Ein solcher Wachstumspfad zeichnet sich jedoch nicht ab."

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