Zwei Dienste versprechen werbefreie Videoaufzeichnungen
Werbeblocker gegen TV-Spots

Kurz vor dem romantischen Kuss fallen Bälle über den Bildschirm, es folgt ein großes Senderlogo und eine zermürbende Unterbrechung durch Werbespots. Spätestens wenn der Film auf DVD gespeichert ist, sollte die Werbung verschwunden sein. Zwei mögliche Lösungen.

DÜSSELDORF. Spielfilme oder Fernsehserien ohne Werbung aufzeichnen war von Hand noch nie ein Problem. Doch während der Zuschauer geduldig während der Werbepause am Aufnahmeknopf lauert, muss er mit ansehen, was er nicht speichern will: die Werbung. Moderne DVD-Recorder, die Filme auf zunächst auf einer Festplatte speichern, sind da einen Schritt weiter. Ist das Gerät mit einer "Time-Slip"-Funktion ausgestattet, dann kann der Zuschauer den gespeicherten Film zeitversetzt noch während der Aufnahme sehen - und die Werbung einfach überspringen.

Echte Werbungshasser greifen allerdings zu härteren Bandagen. Mit Werbeblockern stoppen sie die Reklame noch während der Aufzeichnung im heimischen Gerät. Doch Software, die Werbung an der Lautstärke oder am fehlenden Senderlogo erkennt, filtert meist nicht alle störenden Werbespots aus dem Programm. Zwei Systeme zum Totalstopp von Fernsehwerbung verlassen sich daher auf Handarbeit. "Tivion" (http://www.tivion.de) von der TC Unterhaltungselektronik AG und "Skip it", das von der cy.control GmbH (http://www.cycontrol.de) vermarktet wird.

Beide Anbieter arbeiten mit eigenen Redaktionen, die das Fernsehprogramm permanent verfolgen und die Werbeblöcke markieren. "Tivion" ordnet den Sendungen zusätzlich auch Genre und Themen zu. Per Internet können die Nutzer die Daten dann vom eigenen Computer in Steuersignale für Fernseher und Videorecorder verwandeln lassen und so während der Aufnahme die Werbung ausblenden. "Skip it" ist dagegen ein Hilfsmittel für den Schnitt von per Computer aufgezeichneten Sendungen. Der Anbieter schickt (kostenpflichtig) Schnittmarken für das Programm von sieben Sendern, mit deren Hilfe die "Cut it"-Software alle Teile löscht, die nicht zum Film gehören.

Grundlage für die Systeme ist ein PC mit Internetanschluss und TV-Karte, eventuell auch ein Netzwerk zwischen Fernseher, Computer und Videorekorder. TC bietet als Netzwerk ein Scart-Kabel und zwei Adapter in der Größe von Zigarettenschachteln an, bei cy.control kommuniziert der Computer per Infrarotsender mit den anderen Geräten - so als würde er selbst die Tasten der Fernbedienung drücken.

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