Zwischen „Killer-Applikation“ und Info-Überfluss
Große Worte im Zeichen der Digitalisierung

Im Zeichen der weltweiten Digitalisierung der Medien fand vom 20. bis zum 23. Juni in Köln das 16. Medienforum NRW statt. Manager, Wissenschaftler, Politiker und Journalisten trafen sich dort und fanden wieder große Worte wie die „dritte Medienrevolution“ und „Urknall Nummer zwei“.

HB KÖLN. Was Digitalisierung ist, weiß jeder, der Fotos nicht mehr mit einem Film, sondern einem Chip in der Digitalkamera aufnimmt, der Spielfilme nicht mehr von der VHS-Kassette, sondern der DVD abspielt und der Musik von der CD statt der LP hört. Was bei solchen Massenprodukten zu mehr Bequemlichkeit und zunehmender Qualität bei immer günstigeren Preisen führt, löst in der Medienwirtschaft ein Beben von unabsehbaren Folgen aus.

Wer die Digitalisierung verpasse, werde wohl nicht überleben, meinte der Vizepräsident des gerade fusionierten Medienkonzerns NBC Universal, Brandon Burgess. Die Entwicklung neuer Digitalprodukte läuft nach seiner Beobachtung so rasant, dass strategische Unternehmensplanung praktisch unmöglich wird. Wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass sich mit dem Download von Klingeltönen aufs Handy Geld verdienen lässt? Marc Samwer, der mit seiner Firma Jamba genau dies getan hat, kann nicht fassen, dass die Musikindustrie heute die Bedeutung des Handys als Walkman der Zukunft noch nicht erkennt.

Mit der Auflösung eines analogen Signals - wie der Schallwelle - in einen digitalen Code, der aus der Kombination von nur zwei Zeichen (1 und 0) in unglaublich großer Zahl besteht, kann dieser Code beliebig auf andere Medien übertragen werden. So kann ein Musikstück oder ein Film oder ein Computerspiel über eine Datenleitung an ein Empfangsgerät gesendet und dort in immer gleicher Qualität abgespielt werden.

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