60 Millionen Menschen weltweit betroffen
Kontaktlinsen gegen Grünen Star

Um zu wirken, müssen Augentropfen richtig angewendet werden, doch das ist oft nicht leicht. Ein Forscherteam aus Singapur hat jetzt Kontaktlinsen entwickelt, in die das Medikament direkt integriert wird.

Die Augen brennen, sind entzündet oder die Sehfähigkeit ist beeinträchtigt. Solche Beschwerden erfordern häufig die Einnahme von Augentropfen. Eigentlich kein Problem, wenn nur die Anwendung nicht so kompliziert wäre: Entweder gelangt kein einziger Tropfen ins Auge, weil man die Augen jedes Mal automatisch zusammenkneift. Oder man reibt sich unbewusst die Augen und wischt die Flüssigkeit sofort wieder heraus. Die ganze Quälerei mit den Tropfen war dann umsonst.

Doch ein Forscherteam in Singapur hat jetzt Kontaktlinsen entwickelt, in die das Medikament direkt integriert wird. Der Wirkstoff gelangt somit sicher ins Auge. Damit wird verhindert, dass die Tropfen in die Nasenhöhle fließen und von dort in den Blutkreislauf gelangen. „So können unangenehme Nebenwirkungen vermieden werden“, sagt Edwin Chow vom Institut für Nanotechnologie in Singapur. Die neuen Kontaktlinsen sollen vor allem Patienten helfen, die unter Grünem Star leiden. Davon betroffen sind immerhin 60 Millionen Menschen weltweit. Der Grüne Star führt häufig zur Erblindung.

Schon früher haben Forscher an ähnlichen Kontaktlinsen gearbeitet. Doch bisher wurden die Medikamente nachträglich in weiche Kontaktlinsen eingeführt. Die größte Gefahr dabei: „Bei einer hohen Konzentration der Medikamente können die Linsen eintrüben“, so Chow.

Quelle: News Frankfurt

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