Aids durch Küssen?
Noch immer viele Mythen über HIV und Aids

Jeder Fünfte unter 30-Jährige glaubt, dass man sich beim Küssen mit den HI-Virus anstecken kann, zeigt ein Emnid-Umfrage. Trotz jahrelanger Aufklärung gibt es immer noch große Wissenslücken beim Thema HIV und Aids.
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FrankfurtAm 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Und um das gleich klarzustellen: Beim Küssen kann man sich nicht mit dem HI-Virus anstecken. Jedenfalls ist weltweit kein derartiger Fall bekannt, heißt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

HIV gilt im Vergleich mit anderen Krankheitserregern als schwerer übertragbar. Darum wird der Virus in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei Umarmungen oder beim Küssen.

Aber obwohl heute der 29. Welt-Aids-Tag begangen und über das Thema seit Jahrzenten informiert wird, gibt es immer noch viele Mythen über HIV und Aids. Das zeigt auch die aktuelle Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Emnid im Auftrag der Pharmafirma Gilead im November 2016 bei mehr als 1000 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt hat. Gilead ist der weltweit größte Hersteller von Medikamenten gegen das HI-Virus und Aids.

Laut Emnid-Umfrage glauben 20 Prozent der unter 30-Jährigen auch, dass das Trinken aus einem Glas ein Ansteckungsweg für HIV sei. Bei den über 60-jährigen ist die Quote mit 23 Prozent sogar noch etwas höher. Hier glauben zudem 40 Prozent der Befragten, dass man sich beim Küssen mit HIV anstecken kann.

Die Kampagnen zum Thema Safer Sex in den vergangenen Jahren scheinen allerdings Früchte getragen zu haben. Durch alle Altersgruppen hindurch geben mehr als 90 Prozent der Befragten an, dass HIV durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Tatsächlich wird der Virus am häufigsten beim Sex ohne Kondom übertragen. Das geschieht dann, wenn er in ausreichender Menge in den Körper oder auf die Schleimhaut gelangt.

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