Begleitung für Patienten
Vermittler verbessern die Behandlung von Kranken

Die Allianz Krankenversicherung und Bosch BKK setzen auf Vermittler zwischen Arzt und Patient. Sie sollen Patienten in schwierigen Fällen beraten und die Behandlung Planen. Damit sparen sie den Patienten Zeit und den Kassen Kosten.

DÜSSELDORF. Das Gesundheitssystem wird immer komplizierter – im Dschungel von Verordnungen und Gesetzen finden sich viele Patienten nicht mehr zurecht. Mit einem speziellen Service unterstützen die Allianz Krankenversicherung und die Bosch Betriebskrankenkasse (BKK) vor allem Menschen, die sich in schwierigen Krankheitssituationen befinden – etwa nach einem Unfall oder einer schweren Operation: Patientenbegleiter beraten bei organisatorischen Fragen und stimmen die Abläufe der gesamten Behandlung optimal ab. Gleichzeitig sinken die Kosten pro Fall – derzeit erwägen deshalb weitere Krankenkassen, den Dienst ebenfalls einzuführen.

In Absprache mit den behandelnden Ärzten und dem Sozialdienst der Klinik plant und koordiniert der Begleiter den von den Ärzten festgelegten Behandlungsablauf, die Entlassung, die Weiterversorgung (zum Beispiel über einen ambulanten Pflegedienst), die Verlegung in die Kur sowie die Versorgung mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel mit Gehstützen oder einem Pflegebett. Darüber hinaus unterstützt er die Versicherungskunden bei der Bearbeitung von Anträgen, beispielsweise für die Pflegeversicherung, oder hilft bei der Suche nach einem Pflegeheim.

„Die Absprachen zwischen den Beteiligten in den unterschiedlichen Gesundheitsbereichen sind oft mangelhaft“, sagt Barbara Karuth-Zelle, Leiterin des Allianz-Gesundheitsmanagements. Der Patientenbegleiter, der in der Regel eine pflegerische Ausbildung hat, beschleunigt die Behandlung und verhindert unnötigen Stress.

„Oft können wir mit einigen wenigen Anrufen vermitteln oder Fragen zur Kostenübernahme klären“, sagt Dagmar Weinfurtner. Die Patientenberaterin betreut von Karlsruhe aus bedürftige Allianz-Kunden in vier Bundesländern. Die Krankenversicherung bietet den Service seit 2003. Gestartet ist die Allianz mit vier Betreuern, die bundesweit zuständig sind. Bis heute wurden mehr als 3 000 Patienten betreut. „Da sich der Dienst bewährt hat, werden wir ihn weiter ausbauen“, sagt Karuth-Zelle.

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