Behandlung jetzt auch in Berlin
Ebola-Helfer sind großem Risiko ausgesetzt

Erstmals wird auch in Berlin ein Krankenpfleger wegen des Verdachts auf eine Ebola-Erkrankung behandelt. Eine britische Krankenschwester, die sich in Afrika infiziert hat, ringt mit dem Tod.
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Berlin/LondonDer Fall dreier Ebola-Helfer hat ein neues Schlaglicht auf die gefährliche Lage des Pflegepersonals in den von der Epidemie betroffenen afrikanischen Ländern geworfen. In der Berliner Charité wird seit Samstag eine südkoreanische Pflegekraft behandelt, die sich wahrscheinlich mit dem Virus infizierte, ein US-Helfer soll in Nebraska unter Beobachtung gestellt werden. Derweil rang eine erkrankte schottische Krankenschwester mit dem Tod.

Der südkoreanische Patient wurde nach Angaben der Charité mit einem Spezialflugzeug nach Berlin eingeflogen und dort auf die Seuchenstation der Universitätsmedizin gebracht. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, ließ das Klinikum offen – offenbar soll die Identität der Pflegekraft geheim gehalten werden, da Ebola-Helfer in Südkorea gemieden würden.

Das Mitglied des kleinen südkoreanischen Teams soll sich demnach bei der Behandlung eines schwerkranken Ebola-Patienten in Sierra Leone mit einer Spritze gestochen haben. Da Kranke in diesem Stadium hochansteckend sind, gilt eine Infizierung als sehr wahrscheinlich. Laut Charité zeigte die südkoreanische Pflegekraft selbst zunächst keine Symptome, deshalb bestehe auch keine Ansteckungsgefahr.

Dagegen hat sich der Zustand der in London behandelten schottischen Krankenschwester Pauline Cafferkey deutlich verschlechtert. Das Royal Free Hospital bezeichnete ihn als „lebensbedrohlich“. Premierminister David Cameron erklärte, seine Gedanken und Gebete gälten der 39-Jährigen.

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Ebola-Helfer sind großem Risiko ausgesetzt

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Auch neuer Verdacht in den USA

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