Britische Mediziner schaffen Durchbruch
Bluttest weist Schlafkrankheit nach

xpre DÜSSELDORF. Britische Mediziner haben einen zuverlässigen Diagnosetest für die Schlafkrankheit entwickelt. Sie nutzen einen charakteristischen Eiweißmarker im Blut, um die gefährliche Infektionskrankheit zu identifizieren. Ihre Studie beschreiben Sanjeev Krishna vom St. Georg-Hospital in London und seine Kollegen in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“.

Bis zu 500 000 Menschen in Afrika sind laut Schätzungen jährlich von der Schlafkrankheit betroffen. Unbehandelt verläuft die Infektionskrankheit in der Regel tödlich. Problem war bislang die sichere Diagnose der Krankheit. Eine falsche Behandlung ist wegen der starken Nebenwirkungen der meisten Medikamente und zu erwartender Resistenzen äußerst gefährlich.

Krishna und seine Kollegen nutzen die so genannte Massenspektrometrie, um das charakteristische Protein im Blut zu erkennen. Mit Blutproben von insgesamt 85 Patienten mit Schlafkrankheit und 146 Patienten mit anderen Infektionskrankheiten testeten die Mediziner ihr Verfahren. Die Methode erwies sich als äußerst zuverlässig: In allen Fällen wurde die Krankheit erkannt und falsch-positive Ergebnisse waren sehr selten.

Der Nachteil von High-Tech-Verfahren wie die Massenspektrometrie ist nur, dass sie sehr teuer sind und nur in hochspezialisierten Labors zu Verfügung stehen. Die Forscher wollen nun auf Basis dieser Diagnosemethode neue Diagnosetests entwickeln, die auch außerhalb eines Labors funktionieren.

Die Schlafkrankheit ist eine durch Parasiten hervorgerufene Infektionskrankheit, die ausschließlich im tropischen Afrika vorkommt und durch den Stich der Tsetsefliege übertragen wird. Zuerst entzündet sich die Einstichstelle, im zweiten Stadium der Krankheit kommt es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und im dritten Stadium treten neurologische Symptome wie Schlafstörungen auf.

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