Darmkeim
Ehec an Sprossen aus Niedersachsen gefunden

Zuletzt standen nur noch die Sprossen in Verdacht. Ein Verdacht, der sich nun bestätigt haben könnte. Gefährliche Ehec-Bakterien sind in einer Packung Bio-Sprossen aus Niedersachsen nachgewiesen worden.
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Düsseldorf/BerlinGefährliche Ehec-Bakterien sind in einer Packung Sprossen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. Das teilte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Freitag in Düsseldorf mit.

Es handelt sich um den aggressiven Serotyp O104. Allerdings war die Packung geöffnet und befand sich bereits in der Mülltonne eines Haushalts im Rhein-Sieg-Kreis. Zwei der drei in diesem Haushalt lebenden Familienmitglieder haben Sprossen verzehrt und sind Mitte Mai an den Ehec-Bakterien erkrankt.

Die Sprossen stammen laut Ministerium nach den bisherigen Erkenntnissen aus dem Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel. Damit ist erstmalig eine ununterbrochene Kette mit dem Erreger O104 infizierter Sprossen aus dem Betrieb in Bienenbüttel und erkrankten Personen hergestellt.

RKI: "Es sind die Sprossen"

Schon zuvor war sich das Robert Koch-Institut (RKI) sicher: „Es sind die Sprossen“, hatte Reinhard Burger, Präsident des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI), am Freitag gesagt. Indizien weisen auch auf den möglichen Tatort des Ehec-Krimis hin. Die heiße Spur führte zu einem Bauernhof in Niedersachsen. Inzwischen ist er gesperrt.

Von dort hat die Epidemie, die bei tausenden Menschen seit Anfang Mai blutigen Durchfall auslöste und hunderte lebensbedrohlich erkranken ließ, wahrscheinlich ihren Anfang genommen. Was genau wie geschah, bleibt noch rätselhaft. Doch Gurken, Tomaten und Salat sind seit Freitag rehabilitiert. Sie seien gesund und sollten wieder mit Genuss gegessen werden, raten Bundesbehörden. Rohe Sprossen aber bleiben auf dem Index und sollten zurzeit nicht auf den Tisch kommen.

Die Verzehr-Warnung für rohe Gurken, Tomaten und Salat insbesondere in Norddeutschland, die international wirtschaftlichen Schaden in mehrstelliger Millionenhöhe anrichtete, hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auch im Rückblick für richtig. „Wir sind dafür da, um zu warnen. Viele Verbraucher haben die Warnung befolgt. Das hat viele Menschen davor bewahrt, krank zu werden“, sagte BfR-Präsident Andreas Hensel.

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Ehec an Sprossen aus Niedersachsen gefunden

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"Verzicht auf Salat hat dennoch geschützt"

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