Deutschlandweit gibt es mittlerweile 70 verschiedene alkoholfreie Biere
Biergenuss ohne Nebenwirkungen

Wo alkoholfrei drauf steht, ist nicht alkoholfrei drin – das gilt zumindest für alkoholfreies Bier. Ohne Alkoholgehalt darf sich der Gerstensaft sogar nicht einmal Bier nennen. Logische Konsequenz: Jedes alkoholfreie Bier enthält zwischen 0,02 und 0,52 Prozent Alkohol.

Dass die Verbraucher mit der Angabe „alkoholfreies Bier“ also getäuscht werden, ist eine berechtigte Kritik. Dennoch droht keine Gefahr. Denn: „Diese Werte haben keinen Einfluß auf die Alkoholkonzentration im Blut“, sagt Renate Wrobel aus der Presseabteilung der Radeberger Gruppe. „Selbst wenn man mehrere Flaschen alkoholfreies Bier trinkt, ist im Blut kein Alkohol nachweisbar. Der Grund: Ein so geringer Anteil Alkohol wird schneller abgebaut, als er im Blut aufgenommen wird.

Das bestätigt auch eine Studie der der Uni Frankfurt: 15 Testpersonen hatten nach dem Genuss von immerhin 1,5 Litern alkoholfreiem Bier 0,0 Promille. Dass zwölf Flaschen alkoholfreies Bier zu einer Alkoholkonzentration von 0,8 Prozent führen, ist ein rein rechnerisches Phänomen. Die Studie von Rechtsmediziner Karl Luff erklärt: „Ein 75 Kilogramm schwerer Mann müsste dafür innerhalb einer Stunde zwölf Liter alkoholfreies Bier zu sich nehmen.“ Doch kein Mensch kann deratige Mengen in so kurzer Zeit aufzunehmen und bei sich behalten.

Es bleibt also dabei: Trotz Alkohol im alkoholfreien Bier droht Autofahrern, Schwangeren und stillenden Müttern keine Gefahr. Professor Berthold Koletzkoa von der Universität München meint sogar: „Alkoholfreies Bier fördert die Milchproduktion und wirkt entspannend.“ Dazu sei es ein idealer Nährstoff-Lieferant. „Neben Magnesium und Kalium enthält der bleifreie Gerstensaft viele Vitamine, die der Körper für fast alle Stoffwechselprozesse braucht“, so die Studie des Münchener Professors.

Einzig trockene Alkoholiker müssen vorsichtig sein. Denn: „Ein alkoholfreies Bier sieht so aus wie ein Bier und es riecht und schmeckt inzwischen auch so“, sagt Renate Wrobel. Auch wenn die Wirkung eigentlich ausbleibt, droht ein Rückfall aus psychologischen Gründen – nicht wegen des Alkohols. Eine ähnliche Menge befindet sich immerhin auch in Fruchtsäften oder Roggenbrot.

Quelle: News Frankfurt

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