Die nicht-invasive Untersuchung mindert das Risiko einer Frühgeburt
Bluttest erkennt Down-Syndrom früher als bisher

Ein neuer Test bei Schwangeren soll helfen, das Down-Syndrom frühzeitig und gefahrlos zu erkennen. Das Verfahren wurde jetzt bei 38 000 Frauen in 15 Kliniken in den USA getestet und erreichte dabei nach einem Bericht des New England Journal of Medicine eine Zuverlässigkeit von bis zu 87 Prozent.

mx DÜSSELDORF. Der Test, der im ersten Schwangerschaftsdrittel stattfindet, kombiniert eine Untersuchung des Blutes der Mutter mit einer Messung der Nackentransparenz des Fötus. Dabei wird per Ultraschall die Dicke der Haut am Hals gemessen, um die Flüssigkeitsansammlung in diesem Gebiet zu kontrollieren. Ergänzend werden zur Beurteilung bestimmte Proteine und Hormone im Blut der Mutter untersucht. Bislang konnte der Gendefekt erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat festgestellt werden – die Zuverlässigkeit dabei lag bei 81 Prozent. Beim neuartigen Test liegt das Ergebnis nach fünf Tagen vor.

Das Down-Syndrom, das als eine der häufigsten schweren Erbkrankheiten gilt, wird durch das dreifache Vorhandensein des Chromosoms 21 (Trisomie) hervorgerufen. Die Folgen sind geistige Behinderung, Missbildungen an Herz und Nieren und eine Schrägstellung der Lidachsen.

Mit dem Alter der Mutter steigt das Risiko für Chromosomenstörungen des Kindes. Frauen ab 35 Jahren sind deutlich häufiger betroffen. Weist das Ergebnis der Blutuntersuchung und des Ultraschalls auf ein Down-Syndrom hin, kann sich eine Fruchtwasser-Analyse oder eine Gewebsuntersuchung des Fötus anschließen. Beide Untersuchungsverfahren sind aber riskant und können eine Frühgeburt verursachen. Ärzte empfehlen die invasiven Methode erst, wenn der Ultraschallbefund verdächtig ist.

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