Ebola in Westafrika
Kein Abflauen der tödlichen Seuche

Die Hoffnungen auf ein Abflauen der Ebola-Epidemie in Westafrika haben sich als verfrüht erwiesen. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind die Fallzahlen in den drei am stärksten betroffenen Staaten erneut gestiegen.
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GenfDie gefährliche Infektionskrankheit Ebola breitet sich in Westafrika weiter aus. Erneut hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Anstieg der Erkrankungen und Todesfälle registriert. Binnen weniger Tage wurden in Liberia, Sierra Leone und Guinea rund 300 neue Ebola-Fälle und 150 Tote gezählt, teilte die WHO mit.

Aktuell gehen die Experten von insgesamt 22.828 Erkrankten aus. 9152 Menschen sind bisher an der Seuche gestorben. Nachdem es zum Jahreswechsel Hoffnungen auf ein Abflauen der tödlichen Krankheit gegeben hatte, weist die Bilanz inzwischen wieder einen Anstieg der Fallzahlen aus. Seit Jahresanfang sind demnach fast 2500 weitere Fälle gezählt worden. Etwa 1200 Menschen starben in den vergangenen sechs Wochen.

Unterdessen haben die USA den Abzug ihrer Soldaten aus den westafrikanischen Ebola-Gebieten eingeleitet. Pentagon-Sprecher John Kirby erklärte am Dienstag, bis Ende April würden „fast alle“ der noch verbliebenen 1300 Streitkräfte wieder in den USA sein.

Zwischenzeitlich waren in der Region 2800 US-Soldaten im Einsatz, um bei der Eindämmung der tödlichen Viruserkrankung zu helfen. Nach Ende April sollen dem Pentagon zufolge noch rund hundert Soldaten in der Region bleiben, um die örtlichen Regierungen zu unterstützen.

Die meisten US-Soldaten waren in Liberia im Einsatz, das neben Sierra Leone und Guinea am stärksten von der Epidemie betroffen ist. Dort halfen sie beim Bau von Ebola-Behandlungszentren, bildeten Gesundheitshelfer aus und leisteten logistische Hilfe.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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