Ebola: Piloten müssen zum Putzlappen greifen

Ebola
Piloten müssen zum Putzlappen greifen

Die Ebola-Epidemie hat weitere Folgen in Europa: In Mazedonien stirbt ein Mann, zahlreiche Menschen werden unter Quarantäne gestellt. An einem Flughafen in den USA sorgt ein Streik von Reinigungskräften für Aufsehen.
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Madrid/New YorkWegen der Gefährdung durch die Ebola-Seuche sind in der spanischen Hauptstadt Madrid sieben weitere Menschen unter Quarantäne gestellt worden, so dass sich deren Zahl in der Nacht zum Freitag auf 14 erhöht hat. Die neuesten Vorsorge-Maßnahmen stehen alle im Zusammenhang mit dem Fall einer 44-jährigen Krankenpflegerin, die selbst in Lebensgefahr schwebt, wie die Klinik Carlos III. mitteilte.

Bevor bei ihr die Ebola-Erkrankung festgestellt wurde, hatte sie mehrere Tage lang Kontakt zu anderen Menschen ohne sonderliche Schutzmaßnahmen.

Die Klinik stellte klar, dass ausschließlich bei der Krankenpflegerin eine Erkrankung festgestellt worden sei. Alle anderen Quarantäne-Fälle seien als Vorsorgemaßnahmen zu verstehen. Dazu zählen auch zwei Friseurinnen und ein Hausmeister. Wie die Regionalregierung von Madrid am Donnerstag mitteilte, verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Infizierten zuletzt dramatisch.

Die Krankenpflegerin ist der erste Mensch, der sich in Europa mit dem Virus infiziert hat. Sie arbeitete in der Klinik Carlos III., in der im August und September zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola starben. Mit der gefährlichen Seuche infizierte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge offenbar, weil sie beim Ablegen ihrer Schutzkleidung ihr Gesicht unbeabsichtigt mit einem womöglich infizierten Arbeitshandschuh berührte.

Unterdessen hat die Ebola-Seuche weitere Auswirkungen in den USA: Am New Yorker Flughafen La Guardia haben sich rund 200 Reinigungskräfte aus Furcht vor Ebola geweigert, die Flugzeugkabinen zu putzen. Sie hätten keinen ausreichenden Schutz, wenn sie Erbrochenes wegräumen oder die Bordtoiletten säubern müssten, erklärten Beschäftigte der Firma Air Serv in einer von der Dienstleistungsgewerkschaft SEIU verbreiteten Stellungnahme.

So hätten sie zum Beispiel keine Handschuhe, die dick genug seien und nicht rissen. Die Air-Serv-Beschäftigten traten für einen Tag in den Ausstand. Die Flugzeugbesatzungen mussten die Maschinen selbst reinigen.

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