Ebola
Seuche flammt wieder auf

Sinkende Ebola-Fallzahlen in Westafrika hatten zuletzt die Hoffnung genährt, die Krankheit könne bald überwunden werden. Doch jetzt ist erstmals in diesem Jahr die Zahl der Neuinfektionen wieder gestiegen.
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In Westafrika ist die Zahl der Ebola-Neuinfektionen erstmals in diesem Jahr wieder gestiegen. In allen drei am stärksten von der Seuche betroffenen Ländern habe es binnen einer Woche eine Zunahme gegeben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf mit.

Für die Woche bis zum 1. Februar waren demnach 80 neue Ebola-Fälle in Sierra Leone zu verzeichnen – verglichen mit 65 in der Vorwoche. In Guinea gab es in der Woche bis zum 1. Februar 39 Neuerkrankungen und in Liberia 5. Der Kampf gegen Ebola sei weiter eine große Herausforderung, betonte die WHO.

Zuletzt hatten sich die Experten vorsichtig optimistisch gezeigt, die Ebola-Seuche im Laufe dieses Jahres ganz unter Kontrolle bringen zu können. Die WHO hatte Ende Januar erklärt, die Zahl der Neuerkrankungen pro Woche sei unter 100 gefallen. Experten hatten allerdings davor gewarnt, vorschnell von einer Entspannung auszugehen, da die Krankheit bereits in der Vergangenheit nach vermeintlichem Abflauen wieder verstärkt aufgetreten war.

Insgesamt liegt die Zahl der Ebola-Fälle laut WHO bisher bei etwa 22.500, fast 9000 Menschen fielen der Epidemie bislang zum Opfer. Praktisch alle Erkrankten starben in den drei am schwersten betroffenen Ländern in Westafrika.

Unterdessen hat die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ eine Studie über ein mögliches Heilmittel gestoppt. Es gebe nicht genügend Infizierte, die daran teilnehmen könnten, teilte die Gruppe am Mittwoch mit. Bei der Studie sollte das Mittel Brincidofovir auf seine Wirksamkeit bei Ebola getestet werden. Der Wirkstoff wird bei anderen Virenerkrankungen eingesetzt.

Gegen Ebola gibt es noch kein zugelassenes Medikament. In Liberia, einem der am stärksten betroffenen Länder, begann am Montag eine Testreihe an Freiwilligen für zwei potenzielle Impfstoffe.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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