Ebola: Zahl der Toten steigt auf über 10.000

Ebola
Zahl der Toten steigt auf über 10.000

Mehr als ein Jahr schon geht das gefährliche Ebola-Virus in Westafrika um. Zuletzt schien der Kampf gegen die Seuche erfolgreich zu verlaufen. Und doch erreicht die Zahl der Toten nun eine traurige Marke.
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BerlinDie Ebola-Epidemie in Westafrika hat inzwischen mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl nannte die Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag. Es ist der größte jemals registrierten Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit.

Sie grassiert seit Ende 2013 vor allem in den westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Guinea und Liberia. Laut WHO wurden in den drei Ländern allein 10 004 Todesfälle in Verbindung mit Ebola offiziell registriert. Darüber hinaus gab es mindestens acht Tote in Nigeria, sechs in Mali und einen in den USA.

Zuletzt ging die Zahl der Neuerkrankungen auch dank massiver internationaler Anstrengungen zurück, vor allem in Liberia. Das Land entließ vor einigen Tagen den offiziell letzten Ebola-Patienten aus einem Behandlungszentrum in Monrovia - eine 58-jährige Englischlehrerin. Falls keine neuen Fälle auftreten könnte das Land nach einer 42-tägigen Frist von der WHO als Ebola-frei eingestuft werden.

Doch warnen Experten, dass die Epidemie noch nicht vollkommen gestoppt sei. Vor allem Sierra Leone verzeichnet seit einigen Tagen wieder eine Zunahme von Fällen in vier Regionen. Der zuständige Regierungsbeauftragte Alfred Palo Conteh beklagte am Donnerstag Nachlässigkeit im Kampf gegen die Krankheit und forderte neue Anstrengungen, um die Epidemie einzudämmen.

Das Gesundheitsministerium hatte am Montag und Dienstag je 16 neue Fälle der gefährlichen Infektionskrankheit gemeldet und am Mittwoch 15. Palo Conteh sagte, es gebe neue Ebola-Häufungen in Cabala Town und Magazine Cut östlich der Hauptstadt Freetown sowie westlich von Freetown. Allein Sierra Leone verzeichnete mehr als 3600 Ebola-Tote.

Der UN-Ebola-Beauftragte David Nabarro hatte Mitte Februar betont, dass weiter mehr als 10.000 zivile Helfer im Kampf gegen die Krankheit in Westafrika nötig seien. Dieser sei längst noch nicht beendet. Wichtig sei danach auch der Wiederaufbau des Gesundheitswesens in den betroffenen Ländern.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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