EHEC-Angst
Verzicht auf Rohkost führt nicht zu Vitaminmangel

Der Verzicht auf Rohkost angesichts der schweren Erkrankungen nach EHEC-Infektionen führt nach Ansicht von Experten nicht zu einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel. Das RKI erneuerte seine Warnung für Norddeutschland.
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Berlin"Der Ernährungswert eines Blattsalates ist gleich null", sagte der Medizinjournalist Sven-David Müller der Nachrichtenagentur dapd am Montag. Auch Gurken wegzulassen, sei für die Ernährung "nicht schlimm". "Es gibt definitiv keine Risiken." Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte zu einem Verzicht auf rohe Gurken, Tomaten und Salat geraten.

"Nur zwei Prozent der deutschen Bevölkerung essen ohnehin viel Gemüse und Obst", sagte Müller - "erst recht kein rohes". Zudem werde es in Deutschland nie einen Vitaminmangel geben. "Vitamin C steckt selbst in Pommes frites." Die Mehrheit glaube zwar, Obst und Gemüse seien das Beste für die Ernährung. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe hätten jedoch Eier. Auch in Fleisch und Fisch steckten viele Vitamine.

Müller schloss sich aber den Empfehlungen des RKI an. Er empfahl, Gewürzgurken oder Zucchini zu essen und Tomaten zu garen oder als Tomatensuppe zuzubereiten. Zudem gebe es unzählige Alternativen wie Möhren, Kohlrabi, Lauch, Radieschen, Rettich, Sellerie, Rotkohl und Mais. "Das Problem ist, dass die Deutschen außer Tomaten und Gurken offenbar kein Gemüse mehr kennen." Wer trotzdem Angst vor Vitaminmangel habe, solle "jeden Tag zwei Glas Gemüsesaft trinken", riet Müller.

Immer mehr Menschen sterben wegen des aggressiven Erregers. Am Wochenende stieg die Zahl der Toten auf zehn - alle Opfer stammten aus Norddeutschland. Viele Patienten liegen in äußerst kritischem Zustand auf der Intensivstation.

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