Einschätzung der WHO
Mehr als 20.000 Ebola-Fälle befürchtet

Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet einen rasanten Anstieg der Ebola-Erkrankungen in Westafrika – auf mehr als 20.000 Fälle. Fast die Hälfte der Fälle sei in den vergangenen drei Wochen erfasst worden.
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Genf/LagosDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) fürchtet, dass die Zahl der Ebola-Erkrankungen in Westafrika rasant steigen könnte. Bei der Ankündigung neuer Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit, bis eine Eindämmung gelungen sei, könne die Zahl der Infektionen auf mehr als 20.000 steigen. Nach WHO-Angaben infizierten sich seit Jahresbeginn mehr als 3000 Menschen mit dem Virus, mehr als 1500 der Infizierten in Guinea, Liberia Sierra Leone und Nigeria starben.

Mehr als 40 Prozent der Erkrankungen seien in den vergangenen drei Wochen erfasst worden. Der Ausbruch wurde im März bekannt.

Die Sterblichkeit in Westafrika liegt demnach im Mittel bei 52 Prozent. Sie reicht von 42 Prozent in Sierra Leone bis zu 66 Prozent in Guinea. Den Statistiken zufolge forderte die derzeitige Epidemie bislang ähnliche viele Opfer wie alle früheren Ebola-Ausbrüche zusammen. Laut WHO waren vor dem aktuellen Ausbruch insgesamt 2387 Ebola-Erkrankungen erfasst, 1590 Infizierte starben.

Der nigerianische Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu bestätigte am Donnerstag das erste Ebola-Todesopfer außerhalb der Metropole Lagos. Der Arzt war am 22. August in dem Öl-Handelsplatz Port Harcourt im Rivers State gestorben. „Nachdem seine Witwe den Tod gemeldet hatte, haben wir den Fall gründlich untersucht und die Laboranalyse zeigt, dass der Arzt an der Ebola-Viruserkrankung starb“, sagte der Minister. Der Arzt hatte ein Ebola-Opfer behandelt.

Unterdessen wird ein Ebola-Patient aus dem Senegal derzeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt. Er landete am Mittwochvormittag mit einem Spezialjet in der Hansestadt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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