Endoskopie-Untersuchung
Ärzte optimieren die Schmerztherapie

Woher Rückenschmerzen kommen, ist manchmal weder durch Röntgenaufnahmen noch durch eine Untersuchung im Kernspin-Tomografen aufzudecken. Das ist dann ein Fall für die so genannte Epiduroskopie – die Untersuchung des Wirbelkanals mit einem flexiblen Endoskop.

HB DÜSSELDORF. Das minimal-invasive Verfahren liefert farbige und räumliche Bilder aus dem Wirbelkanal. Die Ärzte können mit dem Blick durchs Endoskop mögliche Schmerzursachen identifizieren und diese gleich behandeln. Die Mediziner sehen Entzündungen, Vernarbungen oder Verklebungen („Adhäsionen“) sowie Verengungen des Wirbelkanals („Stenosen“). Über einen Arbeitskanal des Endoskops können die Ärzte auch Gewebeproben für weitere Untersuchungen entnehmen. Um zu prüfen, ob eine entdeckte Veränderung tatsächlich die Schmerzursache ist, führen die Ärzte einen so genannten „Provokationstest“ mit dem Laser durch.

Wird die Diagnose bestätigt, kann der Arzt den Patienten in derselben Sitzung via Endoskop behandeln. Dabei können beispielsweise gezielt entzündungshemmende und/oder schmerzlindernde Medikamente vor Ort im Wirbelkanal appliziert, Vernarbungen und Adhäsionen mit winzigen Instrumenten oder dem Laser gelöst werden. Ebenso kann der Arzt unter Sicht mit dem Katheter Elektroden zur Nervenstimulation platzieren.

Um die Diagnose- und Therapiemethode weiter zu entwickeln, will der Leiter des Regionalen Schmerzzentrums der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie in Iserlohn, Günter Schütze, nun mit anderen Ärzten Daten über die Ergebnisse, Wirkungen und Nebenwirkungen des Behandlungsverfahrens zentral erfassen und über einen längeren Zeitraum dokumentieren.

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