Epidemie in Westafrika: Sierra Leone bittet um göttlichen Beistand gegen Ebola

Epidemie in Westafrika
Sierra Leone bittet um göttlichen Beistand gegen Ebola

Sierra Leone gehört zu den am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern. Jetzt soll eine Fasten- und Betwoche göttlichen Beistand erflehen. Derweil diskutiert Großbritannien über wirksame Einreisekontrollen.
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London/FreetownMit einer nationalen Fasten- und Betwoche bittet Sierra Leone um Gottes Beistand beim Kampf gegen Ebola. Ernest Bai Koroma, der Präsident des westafrikanischen Staates, rief zu der Aktion auf, die helfen soll, die Ausbreitung der Epidemie zu drosseln. Nationale TV- und Radio-Sender starteten muslimische und christliche Gebetsgottesdienste, um die Bevölkerung zu animieren, sich an der Woche zu beteiligen.

Sierra Leone gehört zusammen mit Guinea und Liberia zu den am schwersten von der aktuellen Epidemie betroffenen Ländern. Seit dem Ausbruch der Krankheit vor etwas mehr als einem Jahr mehr starben in diesen drei Staaten insgesamt 7890 Menschen an Ebola, wie eine am Silvesterabend veröffentlichte Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt.

Insgesamt fielen bislang laut WHO weltweit 7905 Menschen dem Ebola-Ausbruch zum Opfer. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Vor allem in schwer zugänglichen Gebieten könnte es viele Opfer gegeben haben, die bislang nicht in der Statistik auftauchen.

Forscher nehmen an, dass das Virus von Flughunden oder Fledermäusen zum Menschen gelangt ist. Erst kürzlich hatte eine Studie darauf hingewiesen, dass der Erreger zu Beginn der aktuellen Epidemie möglicherweise von Fledermäusen auf einem Baum, an dem Kinder häufig spielten, auf einen zweijährigen Jungen übertragen wurde.

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Zweifel an der Wirksamkeit von Kontrollen

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