Epidemie
Krankenschwester schickte Ebola-Patient nach Hause

Bevor er in Quarantäne kam, wurde der erste unkontrolliert eingereiste Ebola-Patienten in den USA offenbar nach Hause geschickt. Dennoch soll er niemanden angesteckt haben. Seine Kontaktpersonen stehen unter Beobachtung.
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Dakar/WashingtonEr hatte der Krankenschwester gesagt, dass er zuvor in Westafrika war, dennoch wurde der Ebola-Patient aus Texas wieder nach Hause geschickt – mit Antibiotika. Vier Tage später wurde die Virus-Erkrankung diagnostiziert und der Mann steht unter Beobachtung. Die Gefahr: Durch die Fehleinschätzung des Krankenhauspersonals könnten sich weitere Menschen mit dem Virus angesteckt haben.

Seine Mitreisenden im Flugzeug sind dagegen wohl sicher. Wie die liberianische Regierung am Mittwoch mitteilte, hatte der Mann bei seinem Abflug aus Liberia am 19. September aber kein Fieber und zeigte auch keine anderen Ebola-Symptome. Damit dürfte er bei seinem Reiseantritt nicht ansteckend gewesen sein: Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können die Betroffenen die Seuche übertragen, sobald sie Krankheitszeichen entwickeln und so lange sie Fieber haben. Der erste bekanntgewordene Ebola-Fall in den USA schürt dennoch Sorgen, dass sich die Epidemie über Westafrika hinaus ausbreiten könnte.

Die Flugroute des ersten Ebola-Patienten in den USA führte offenbar über die Hauptstadt Washington. Die Gesellschaft United Airlines gab am Mittwoch bekannt, der Erkrankte sei auf einem ihrer Flüge in die USA eingereist. Darauf ließen die Angaben der Gesundheitsbehörden schließen, sagte eine Sprecherin. Ein erster Flug habe ihn nach Washington gebracht, ein zweiter dann weiter nach Dalles. Dort liegt der Mann inzwischen auf einer Isolierstation. Früheren Angaben zufolge legte er nach dem Abflug aus Liberia auch einen Zwischenstopp in Brüssel ein.

Der aus Liberia eingereiste Kranke befindet sich derzeit in einem kritischen Zustand. Der Mann hatte nach Behördenangaben sechs Tage nach seiner Landung am 20. September einen Arzt aufgesucht – inzwischen ist er auf einer Isolierstation in Dallas untergebracht.

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