Erbgut der Finanzjoungleure
Forscher spüren „Wall-Street-Gen“ auf

Über Erfolge an den Finanzmärkten entscheidet offenbar auch das Erbgut des Handelnden. Wissenschaftler des California Institute of Technology in Pasadena sind einem „Wall-Street-Gen“ auf die Spur gekommen.
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HB PASADENA/LONDON. Träger einer bestimmten Genvariante treffen bessere finanzielle Entscheidungen. Sie nehmen eher finanzielle Risiken auf sich, wenn es sich lohnt, berichten Forscher in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society. Das Gen beeinflusst offenbar den Stoffwechsel bestimmter Botenstoffe im Hirn. Wie sich dies genau auf die Qualität der Entscheidung auswirke, ist aber noch unklar.

Die Wissenschaftler um Cary Frydman vom California Institute of Technology in Pasadena hatten bereits in früheren Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen bestimmten Genvarianten und dem Risikoverhalten in Finanzgeschäften gefunden. Nun wollten sie mehr darüber herausfinden, welcher Mechanismus hinter diesem Zusammenhang stecken könnte.

Sie ließen 90 junge Männer spielerisch verschiedene Finanzgeschäfte durchführen. Dabei bekam jeder Teilnehmer 25 US-Dollar (rund 19 Euro) Startkapital, von dem er einen schwankenden Teilbetrag in jeweils 140 simulierten Finanzgeschäften riskieren konnte. So lautete etwa eins der Angebote, vier Dollar einzusetzen, um mit einer Chance von 50 Prozent sieben Dollar zu gewinnen.

Alternativ konnten die Teilnehmer das vorgeschlagene Risikogeschäft auch ausschlagen und ihr aktuelles Kapital komplett beibehalten. Bei dem Versuch ging es also um die Abwägung, ob ein angebotener Deal sich lohnt oder zu riskant ist.

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