Medizin
Falsches Trinkverhalten schadet den Zähnen

Die Bundeszahnärztekammer (Bzäk) hat vor Zahnschäden durch das Trinkverhalten gewarnt. Vor allem Kleinkinder seien durch falsche Trinkgewohnheiten gefährdet.

dpa HAMBURG. Die Bundeszahnärztekammer (Bzäk) hat vor Zahnschäden durch das Trinkverhalten gewarnt. Vor allem Kleinkinder seien durch falsche Trinkgewohnheiten gefährdet.

„Sowohl überzuckerte als auch säurehaltige Getränke können schon bei Kleinkindern die Gesundheit der Milchzähne gefährden“, sagte Prof. Willi-Eckhard Wetzel am Mittwoch bei einer zentralen Veranstaltung zum „Tag der Zahngesundheit“ in Hamburg, der diesmal unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund“ stand.

„In den letzten 30 Jahren ist in Deutschland der jährliche Pro- Kopf-Verbrauch von Limonaden und Erfrischungsgetränken von 19 auf 40 Liter gestiegen“, sagte Bzäk-Vizepräsident Dietmar Oesterreich. Der Konsum von Fruchtsäften habe von 70 auf 100 Liter und bei Cola von 18 auf 40 Liter zugenommen. Eltern und Erzieher müssten frühzeitig für ernährungsbedingte Risiken sensibilisiert und zu Verhaltensänderungen angeregt werden.

Bis zu 15 % aller Kinder eines Jahrgangs in Deutschland zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr hätten bereits Zahnschäden, betonte Oesterreich. Die Schäden an den Milchzähnen gingen vor allem auf den falschen Umgang der Eltern mit Trinkgefäßen wie Nuckelflaschen, Trinkgewohnheiten und Getränken zurück. Aber auch bei Erwachsenen gebe es einen hohen Prozentsatz an ernährungsbedingten Zahnschäden.

Bei vielen Jugendlichen seien Zahnschäden heute auf „exzessives Trinken“ von Softgetränken wie Eistee, Cola, Limonaden und Vitamingetränke zurückzuführen, betonte der Zahnmediziner. „Auch diese Getränke werden oft dauergenuckelt, aus den so genannten Rennfahrerflaschen“. Das sei schädlich für die Zähne.

Durch verbesserte Pflege und Fluoride in Zahnpasta, Mineralwasser und Salz ist die Kariesrate unter jungen Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren dennoch stark gesunken. Nach Angaben von Prof. Elmar Hellwig vom Universitätsklinikum Freiburg hatten Ende der 80er Jahre untersuchte Zehn- bis Zwölfjährige im Schnitt etwa elf kariöse Zähne, im Jahr 2000 dagegen nur noch einen.

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