Formtief nach dem Essen

Warum mittags das Suppenkoma droht

Viele Menschen erleben nach dem Mittagessen ein Tief und werden müde. Forscher haben untersucht, warum das so ist – und wie wir das Suppenkoma durch die Wahl unserer Nahrungsmittel eventuell beeinflussen können.
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Forscher haben untersucht, warum wir nach dem Mittagessen oft in ein Tief fallen. Quelle: dpa
Kantinenessen

Forscher haben untersucht, warum wir nach dem Mittagessen oft in ein Tief fallen.

(Foto: dpa)

HeidelbergViele Nationen besitzen eine ausgeprägte Siestakultur: Nach dem Mittagessen ruhen alle Geschäftstätigkeiten, was unserem biologischen Rhythmus entgegenkommt. Denn gerade nach einer größeren Mahlzeit verspüren wohl die meisten Menschen eine gewisse Müdigkeit – vor allem, wenn die Speisen etwas üppiger ausgefallen sind.

Diesen Zusammenhang konnten William Ja von Scripps Florida und sein Team zumindest bei Taufliegen (Drosophila melanogaster) belegen und zugleich auskundschaften, welche Nahrungsbestandteile bei den Insekten besonders ermüdend wirken.

Zehn Dinge, die uns den Schlaf rauben
Handynutzung in der Freizeit
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Trennung von Arbeit und Freizeit: Abends noch schnell E-Mails für die Arbeit beantworten oder selbst im Urlaub ständig erreichbar sein: Die technischen Möglichkeiten, auch außerhalb des Büros zu arbeiten, lassen die Grenzen von Arbeit und Freizeit verschwimmen. Das hindert daran, den Kopf frei zu bekommen und entspannt einschlummern zu können.

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Aktivierung statt Entspannung beim Internet-Surfen: PCs und Smartphones verändern unser Freizeitverhalten: Statt vor dem Einschlafen ein Buch zu lesen oder Fernzusehen – und dabei passiv Informationen aufzunehmen – surfen Menschen zunehmend im Internet. Doch beim Online-Shopping, E-Mail-Verkehr, Facebook-Chats oder Online-Spielen  muss das Gehirn sehr viele Informationen verarbeiten. Dabei wird es eher aktiviert als auf den Schlaf vorbereitet zu werden.

Es kann helfen, die Hintergrund-Beleuchtung der Displays zu dimmen, um sich auf die anstehende Nachtruhe einzustellen. Außerdem sollte nicht im Schlafzimmer gesurft werden, um den Raum gedanklich nicht mit Aktivität in Verbindung zu bringen. Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte man komplett auf PCs, Smartphones und Co. verzichten.

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Zu viel Stress: Stressige Lebensphasen wühlen den Körper auf, und machen es nachts schwieriger, einzuschlafen. Um so wichtiger ist es, für Entspannung zu sorgen.

Gesellschaft der Angst
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Die Angst vor Schlafstörungen verstärkt sie nur: Je mehr man sich Gedanken um die Schlafstörungen macht, desto stärker fördert man sie. So wird die Angst zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Da man denkt, in der Nacht nicht einschlafen zu können, stellt sich der Körper auf diesen Zustand ein – und man bekommt tatsächlich kein Auge zu.

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Unruhiger Schlaf kann zur Gewohnheit werden: Wenn Menschen lange Zeit einen unruhigen Schlaf haben, etwa weil sie gerade ein Kind bekommen haben, wird dieser Zustand für den Körper irgendwann zur Gewohnheit. So können Menschen auch Jahre nachdem ihr Baby das letzte mal nach der Flasche geschrien hat, immer noch unruhig schlafen. Dagegen kann eine Verhaltenstherapie helfen.

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Es fehlt ein Einschlafritual: Menschen sollen über ihre Schlafprobleme nicht grübeln, sondern ihr Verhalten ändern. Ein Einschlafritual kann helfen. So stellt etwa die obligatorische Tasse Tee oder Milch den Körper darauf ein, dass nun Schlafenszeit ist.

Vollmond
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Innere Uhr passt nicht mit den Tageszeiten zusammen: Manche Menschen können einfach nicht vor drei Uhr morgens einschlafen, weil sie Nachteulen sind. Bei ihnen passt die innere Uhr nicht mit dem regulären Tag-Nacht-Rhythmus zusammen. Die Schlafstörungen, die dadurch entstehen, kennen Menschen ohne dieses Problem, etwa bei einem Jetlag oder während Schichtarbeit. Der Besuch bei einem Arzt kann helfen, gegen diese Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen zu arbeiten.

Drosophila gelten als Modellorganismen, um das Wechselspiel zwischen Schlaf und Stoffwechsel zu erforschen“, so Ja. „Wenn die Fliegen ausgehungert sind, unterdrücken sie ihr Schlafbedürfnis und sind aktiver.“

Die Forscher entwickelten daher ein Verfahren, mit dem sie das individuelle Fress- und Schlafverhalten einzelner Taufliegen beobachten konnten. Wie bei uns Menschen führten heftigere Mahlzeiten zu ausgeprägteren Schlafphasen – die Tiere ruhten ausgiebiger und bewegten sich weniger als nach eher kümmerlichen Speisen. Je nach aufgenommener Menge schliefen die Fliegen 20 bis 40 Minuten, wobei die längeren Zeiten vor allem bei üppigem Genuss auftraten.

Zucker hält wach - zumindest Taufliegen
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