Gefahr für den Menschen
Fakten zur Vogelgrippe

Der auch für den Menschen gefährliche Strang H5N1 der Vogelgrippe ist in Europa angekommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet bereits mutierte Formen des Virus. Lesen Sie hier einige Fakten zur Vogelgrippe:

HB DÜSSELDORF. Die Vogelgrippe als solche ist fast überall zu finden. Es gibt 15 Unterarten des entsprechenden Influenza-Virus, die Vögel befallen. Die gefährlichen Formen gehören jedoch fast alle zu den Influenza-A-Strängen der Subtypen H5 und H7. Der in Griechenland aufgetauchte Virus gehört zur Gruppe H5. Ob es sich um H5N1 handelt, muss noch in aufwendigen Laboruntersuchungen festgestellt werden.

Influenza-A-Viren werden nach den Abkürzungen für zwei Proteine bezeichnet, „H“ für Hemagglutinin und „N“ für Neuraminidase. Es gibt 16 mögliche H- und neun N-Varianten.

Als so genannte RNA-Viren haben Influenza-Viren keine Möglichkeiten, Fehler bei der Vermehrung - der Replikation - in ihrem genetischen Material zu korrigieren. Damit sind sie besonders anfällig für Mutationen. Das ist auch der Grund, warum es fast jedes Jahr beim Menschen eine neue Influenza-Variante (“Grippewelle“) gibt.

In den meisten Jahren sterben an Grippe weltweit in der Regel mindestens 250 000 Menschen. Etwa alle 20 Jahre verändert sich das Virus jedoch so stark, dass eine Pandemie entsteht.

Im 20. Jahrhundert gab es drei Pandemien: Die von 1918, an der weltweit zwischen 20 Mill. und 100 Mill. Menschen starben; die „Spanische Grippe“ von 1957, die zwei Mill. Menschen tötete, und die „Schweinegrippe“ von 1968, bei der etwa eine Million Menschen starben. Experten sind sich einig, dass eine neue Pandemie jederzeit auftreten könnte.

Der Strang H5N1 tauchte erstmals 1997 in Hongkong auf. Es erkrankten 18 Menschen, von denen sechs starben. Etwa 1,5 Mill. Vögel wurden getötet.

Die Grippevariante kehrte 2003 wieder zurück und war zuerst in Südkorea zu finden. Inzwischen wurde sie in China, Vietnam, Thailand, Indonesien, der Türkei, Rumänien und vielleicht Laos nachgewiesen. In Japan, Malaysia und Südkorea brach sie zwar aus. Diese Staaten gelten jedoch wieder als frei vom Strang H5N1. Auch im russischen Sibirien, in Kasachstan und in der Mongolei wurde die Variante bei Wildvögeln entdeckt.

Insgesamt sind etwa 150 Mill. Vögel verendet oder getötet worden.

Nach Angaben der WHO sind mindestens 117 Menschen in vier Staaten (Kambodscha, Indonesien, Thailand und Vietnam) an der Vogelgrippe mit dem Strang H5N1 erkrankt, 60 sind an ihr gestorben. Wie tödlich die Krankheit insgesamt ist, kann nicht geschätzt werden, weil Menschen mit leichten Formen vermutlich nicht zum Arzt gehen.

Die normale Grippeimpfung schützt nicht gegen die Vogelgrippe des Strangs H5N1.

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