Gerätegeneration mit hochauflösender Bildtechnik gehen in Betrieb
Neue Tomografen scannen ganzen Körper

Der Blick in den menschlichen Körper wird immer genauer. Mit Hilfe der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) können nicht nur einzelne Organe immer besser dargestellt werden, es ist inzwischen sogar möglich, den ganzen Körper von Kopf bis Fuß in einem Durchgang zu scannen – und das ohne eine Belastung mit gefährlichen Röntgenstrahlen.

DÜSSELDORF. Bei den ersten Ganzkörpertomografen, die vor etwa eineinhalb Jahren installiert wurden, war die Auflösung noch nicht mit der von Einzeluntersuchungen vergleichbar. Doch inzwischen ist es Herstellern wie Siemens Medical Solutions gelungen, durch eine Verstärkung des Magnetfeldes und ein optimiertes Spulenkonzept dieses Manko wettzumachen. Erste Anlagen des leistungsstärkeren Gerätetyps werden zurzeit in den Unikliniken in München und Tübingen in Betrieb genommen.

Bei bestimmten Erkrankungen wie fortgeschrittenen Krebsleiden, Blutkrankheiten oder Gefäßkrankheiten wie Atherosklerose ist nicht nur ein einzelnes Organ betroffen. Oft sind Untersuchungen verschiedener Organsysteme erforderlich, die hintereinander erfolgen und dadurch zeitaufwendig sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll, wenn der ganze Körper oder zumindest größere Körperregionen in einem Schritt untersucht werden.

Mit der weiterentwickelten Technik können nun zentrale Organe wie das Herz oder Gehirn sowie Gefäße mit Hilfe von paramagnetischen Kontrastmitteln wesentlich deutlicher dargestellt werden. „Das neue 3-Tesla-MRT liefert nun bei einer Ganzkörperuntersuchung so hochauflösende Bilder der einzelnen Organe, dass wir immer dann, wenn wir uns mehrere Stellen im Körper des Patienten anschauen wollen, dies in einem Rutsch möglich ist“, sagt Claus Claussen, Ärztlicher Direktor der Radiologischen Diagnostik am Uniklinikum Tübingen.

„Das Wechseln von Körperspulen, das Repositionieren der Patienten sowie das nachträgliche, aufwendige Zusammensetzen der Bilder zu einem Komplettbild gehören der Vergangenheit an“, sagt Michael Wendt, Leiter der MRT-Entwicklung beim Siemenskonzern in Erlangen. Möglich wird dies unter anderem durch die parallele Bildgebung, bei der die Bildinformationen aus größeren Körperabschnitten gleichzeitig verarbeitet und zu einem Computerbild aufbereitet werden können.

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