Gesundheit
Allergikerfamilien sollten keine Hunde halten

Allergikerfamilien mit kleinen Kindern sollten nach einer Untersuchung von Bremer Wissenschaftlern keine Hunde halten. In solchen Familien steige für die neugeborenen Kinder das Risiko einer Erkrankung an Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen um 40 Prozent.

dpa BREMEN. Allergikerfamilien mit kleinen Kindern sollten nach einer Untersuchung von Bremer Wissenschaftlern keine Hunde halten. In solchen Familien steige für die neugeborenen Kinder das Risiko einer Erkrankung an Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen um 40 Prozent.

Das sagte Hermann Pohlabeln vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin am Freitag. Bei den anderen Familien senke ein Hund dagegen das Allergierisiko.

Ein Wissenschaftlerteam hatte insgesamt 3 000 Mütter kurz nach der Entbindung zu Allergien und Haustieren befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung beruhen auf fast 1900 Antworten dieser Familien aus Delmenhorst, Wilhelmshaven und Leer zwei Jahre später.

Die Untersuchung habe ergeben, dass bei Allergiker-Familien ohne Hund, 27 Prozent der Kinder Krankheitssymptome aufweisen, berichtete die "Apotheken Umschau" (3/2008). Bei solchen Familien mit Hund seien es 35 Prozent. Die Untersuchung gelte allerdings nur für Hundehalter. Bei Katzen oder Vögeln spiele eine gesundheitliche Vorbelastung offensichtlich keine Rolle, sagte Pohlabeln auf Anfrage. "Die genaue Ursache hierfür kennen wir nicht."

Bei Familien ohne Allergiker nutze ein Hund als Haustier indes gesundheitlich: Während 21 Prozent dieser Kinder ohne Hund Allergiesymptome zeigen würden, seien es bei Familien mit Vierbeiner nur zwölf Prozent.

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