Hörverlust und Lärm Megacitys sind schlecht für die Ohren

Die Menschen hören immer schlechter, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Noch viel schlechter, als es dem tatsächlichen Alter nach sein dürfte. Schuld daran ist vor allem der Lärm der Großstadt.
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Die Lärmbelästigung wird immer größer. Quelle: obs
Lärm

Die Lärmbelästigung wird immer größer.

(Foto: obs)

DüsseldorfFlugzeuge, Straßenbahnen, Autos: Die Lärmbelästigung ist immens – und steigt immer weiter, erst recht in den Megacitys. Das hat konkrete Auswirkungen auf das Hörvermögen. Denn das ist bei vielen Menschen deutlich schlechter als es dem Alter nach sein dürfte.

Die Daten von 200.000 Nutzern einer Hörtest-App aus 50 unterschiedlichen Städten weltweit hatte das Unternehmen Mimi Hearing Technologies ausgewertet und mit Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verglichen. Das Ergebnis: Das schlechte Hören wird direkt oder indirekt durch die Lärmbelastung am Wohnort beeinflusst.

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Krankmeldungen
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Anträge bleiben unbearbeitet, Baustellen werden nicht fertig, und der Kioskbesitzer um die Ecke hat auch schon wieder wegen Grippe geschlossen: Krankenstände kosten die deutsche Wirtschaft jedes Jahr Milliarden. In ihrem Gesundheitsreport sammelt die BKK-Krankenkasse jährlich Informationen zum Krankheitsgeschehen in Deutschland. Einige Branchen waren 2015 besonders stark betroffen – und Frauen zumeist häufiger als Männer. Die durchschnittlichen Krankheitstage des vergangenen Jahres von Angestellten unterschiedlicher Branchen im Überblick.

Verlage und Medien
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Durchschnittliche Krankentage männlicher Angestellter pro Jahr: 8,2

Durchschnittliche Krankentage weiblicher Angestellter pro Jahr: 10,8

Informationsdienstleistungen und Datenverarbeitung
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Männer: 8,6

Frauen: 12,9

Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
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Männer: 9,7

Frauen: 12,0

Kredit- und Versicherungsgewerbe
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Männer: 10,5

Frauen: 14,0

Land- und Forstwirtschaft
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Männer: 11,9

Frauen: 14,2

Erziehung und Unterricht
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Männer: 9,7

Frauen: 15,0

Dem Hörverlust-Index des Unternehmens nach ist in Wien die Lärmbelastung am geringsten, im chinesischen Guangzhou am höchsten. Am Alter gemessen hören die Wiener am besten, das bedeutet, dass in Wien das Höralter am geringsten vom tatsächlichen Alter der Menschen abweicht.

Doch nicht die Menschen aus Guangzhou haben den größten Lärmverlust, sondern die Bewohner Delhis (Indien). Bis zu 20 Jahre liegt das Höralter des durchschnittlichen Stadtmenschen über dem tatsächlichen Alter. Auch andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Deutschland schneidet in dem Ranking gar nicht schlecht ab. Mit München (Platz 4), Düsseldorf (Platz 6) und Köln (Platz 9) sind drei von acht deutschen Städten unter den Top zehn. Doch das heißt trotzdem, dass das Höralter der Menschen in den genannten Städten rund zwölf Jahr über dem tatsächlichen Alter liegt.

Schlecht schneiden hingegeben auch Kairo (Platz 48), Istanbul (Platz 46), Barcelona (Platz 44) und Paris (Platz 42 ) ab. Dort liegt das Höralter zwischen 15 und 18 Jahren höher als das tatsächliche, physische Alter.

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