Immer mehr resistente Erreger
Tuberkulose weltweit wieder ein Problem

Weltweit sind immer mehr Tuberkulose-Erreger gegen Antibiotika resistent. Jedes Jahr sterben fast zwei Millionen Menschen an der Infektionskrankheit. Besonders gefährlich wird es, wenn die Krankheit in Verbindung mit einer HIV-Infektion auftritt.

HB BERLIN. Weltweit sind immer mehr Tuberkulose-Erreger gegen Antibiotika resistent. Auf diese besorgniserregende Entwicklung machte der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, am Montag in Berlin anlässlich des Welttuberkulosetags am 24. März aufmerksam. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 2006 rund 500 000 Tuberkulosefälle mit multiresistenten Erreger auftraten.

In Deutschland wurden im Jahr 2006 - neuere Daten liegen noch nicht vor - bei 78 Patienten multiresistente Bakterien registriert. Weltweit liegen von den 20 Gebieten mit dem höchsten Anteil an dieser Form der Tuberkulose unter den Neuerkrankungen 14 in Ländern der früheren Sowjetunion und vier in China. Auch bei den extrem resistenten Tuberkulosen befinden sich die Brennpunkte in den Ländern der früheren Sowjetunion.

Tuberkulose ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende behandelbare Infektionskrankheit. Jedes Jahr sterben daran fast zwei Millionen Menschen, acht bis neun Millionen erkranken neu. In Deutschland wurden nach dem jüngsten RKI-Bericht im Jahr 2006 insgesamt 5 402 Tuberkulosen registriert. 201 Menschen starben daran.

Weltweit trägt etwa ein Drittel der Bevölkerung Tuberkulosebakterien in sich, ohne zu erkranken. Bei einer Infektion mit HIV-Aids nimmt die Fähigkeit des Immunsystems, die Bakterien zu beherrschen, drastisch ab. Christian Gunneberg von der WHO in Genf erklärte: "Tuberkulose und HIV sind eine tödliche Kombination."

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