In Hessen haben Neurologen und Reha-Experten das erste Modell zur integrierten Versorgung entwickelt Schlaganfall-Therapie aus einer Hand

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So früh wie möglich geht die Reise des Patienten mit dem Aufzug von der neurologischen Abteilung im 7. Stock des in den sechziger Jahren erbauten Krankenhaus-Turms in den 12. Stock. Dort helfen Sprachtrainer, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten dem Patienten bei der Rückkehr in das Alltagsleben.

Was zunächst nur wie eine organisatorische Erleichterung klingt, wirkt sich auch positiv auf den Genesungsprozess aus. „Wir wissen, dass eine frühe Mobilisierung des Patienten die Bedingung für eine erfolgreiche Rehabilitation ist“, sagt der Neurologe Stark. Obwohl viele Patienten in den ersten Tagen nach der Einlieferung überhaupt nicht sprechen können, machten sie bereits mit einer Logopädin die ersten Schluck- und Sprachübungen.

Den ersten Anstoß für Modelle zur integrierten Versorgung gab die Politik bereits im Jahr 2000. Mit der Gesundheitsrefom dieses Jahres erhielten die Leistungserbringer zudem die Gelegenheit, das gemeinsam entwickelte Behandlungsprogramm den Kassen als Komplettpaket anzubieten.

Der Schlaganfall gilt als besonders geeignete Indikation für die integrierte Versorgung. Fast alle Patienten müssen dringend in die Reha. Bei der Behandlung in unterschiedlichen Einrichtungen kommt es jedoch oft zu unnötigen Doppeluntersuchungen, die Zeit und Geld kosten. Trotzdem ist das Offenbacher Projekt bislang einzigartig in Deutschland.

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