Kampf gegen Ebola
Bundeswehr startet Luftbrücke nach Liberia

Die Bundeswehr hat die Luftbrücke ins westafrikanische Ebola-Gebiet gestartet. Eine Transportmaschine brachte fünf Tonnen Hilfsgüter aus Dakar in die liberianische Hauptstadt Monrovia.
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DakarDie Bundeswehr hat die Luftbrücke ins westafrikanische Ebola-Gebiet gestartet. Eine Transall-Transportmaschine brachte an Freitag fünf Tonnen Hilfsgüter vom senegalesischen Dakar in die liberianische Hauptstadt Monrovia, wie eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin sagte.

Es wurde unter anderem medizinisches Material wie Schutzanzüge geliefert. Seit wenigen Tagen sind zwei Transall-Maschinen in Dakar für die Luftbrücke stationiert, an der auch die USA und Frankreich beteiligt sind. Die Bundeswehr will in den nächsten Wochen auch freiwillige Helfer in das Ebola-Gebiet schicken. Die Ausbildung dafür soll Mitte Oktober beginnen.

Unterdessen hat Deutschland einen zweiten Ebola-Patienten aufgenommen. Der infizierte Arzt kam Freitagfrüh mit einem Ambulanzflug in Frankfurt an, wo er nun auf der Isolierstation bei der Uniklinik behandelt wird. „Der Patient ist in sehr ernstem Zustand, aber zumindest bis jetzt in diesem Zustand stabil“, sagte Oberarzt Timo Wolf am Freitag in Frankfurt. Es bestehe die „durchaus berechtigte Hoffnung, dass der Patient diese Erkrankung gut überstehen kann“. Man müsse die nächsten Tage abwarten.

Der Mediziner aus Uganda habe für eine italienische Hilfsorganisation gearbeitet und sich in Sierra Leone mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, sagte Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) in Wiesbaden.

Die Vereinigten Staaten, die auch Ebola-Patienten behandeln, befinden sich indes zwischen Gier und Panik.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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