Krebsbekämpfung
Zielgenau gegen Tumore

Eine neue Waffe im Kampf gegen Krebs haben britische Forscher entwickelt. Die von ihnen entwickelte Substanz hemmt gezielt das Wachstum von Tumorzellen, ohne gesundes Gewebe in Mitleidenschaft zu ziehen.
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HEIDELBERG. Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebs: Ein Forschungsteam um Johann de Bono vom Institute of Cancer Research in Sutton konnte mit einem Hemmstoff Tumorpatienten stabilisieren, die auf keine andere Therapie mehr ansprachen.

Das Team hatte mit der Substanz AZD 2281 (Olaparib) insgesamt 19 Krebspatienten behandelt, die unter verschiedenen, auf fehlerhafte BRCA-Gene zurückführbaren Tumoren litten und mit herkömmlichen Medikamenten nicht länger therapierbar waren. Der Wirkstoff hemmt in allen Körperzellen das Enzym PARP, das an der DNA-Reparatur beteiligt ist.

Nur die Tumorzellen, nicht aber die übrigen Körperzellen starben unter dem Einfluss von AZD 2281 ab, berichten die Forscher; bei zwölf der Patienten schrumpften die Tumoren oder wuchsen nicht weiter.

Offenbar seien nur gesunde Zellen in der Lage, den Ausfall der PARP-abhängigen DNA-Reparatur durch alternative Mechanismen zu kompensieren, die aber funktionsfähige, nicht mutierte BRCA-Gene voraussetzen. Die Methode, die zuvor schon im Tierversuch erfolgreich war, soll nun in größeren Studien an Patienten getestet werden.

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