Künstlicher Arm
Roboterarm wird per Gehirnchip gesteuert

Die für Arzneimittel zuständige US-Behörde will noch in diesem Jahr Tests mit einer robotischen Armprothese durchführen. Die Prothese wird über einen Chip gesteuert, der in das Gehirn des Patienten implantiert wird.
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BerlinDie für die Zulassung medizinischer Neuentwicklungen zuständige US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) will das Prüfverfahren für eine robotische Armprothese beschleunigen. Eine Beschleunigung sei notwendig, um vielen schwerverwundeten Veteranen zu helfen.

Die von der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, entwickelte Prothese soll über einen Chip gesteuert werden, der dem Patienten in das Gehirn implantiert wird. Er ermöglicht es dem Patienten, den künstlichen Arm wie seinen eigenen zu benutzen.

Der Chip wird auf der Oberfläche des Gehirns angebracht. Er nimmt die elektrischen Signale aus dem Bewegungszentrum, dem sogenannten Motorcortex, auf und setzt sie in Steuerbefehle für die Motoren um, die den Arm bewegen.

Künstliche Gliedmaßen über einen Chip zu steuern sei kein Problem, erklärte Mike McLoughlin von der John-Hopkins-Universität in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland der Tageszeitung Los Angeles Times. Das Problem seien die Implantate: Bei manchen Patienten werden diese abgestoßen. In anderen Fällen habe die Leistung mit der Zeit nachgelassen.

Fünf Patienten sollen das System testen. Sie bekommen in den kommenden sechs Monaten den Chip für ein Jahr eingesetzt. Verlaufen die Tests erfolgreich, könnte die robotische Prothese in vier bis fünf Jahren auf den Markt kommen.

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