Kurz- und Weitsichtigkeit
Hersteller optimieren Gleitsichtbrille

Innovation als Marketing: Unternehmen versuchen, sich mit Detailentwicklungen von den Wettbewerbern zu unterscheiden.

HB DÜSSELDORF. Gleitsichtbrillen erleichtern Menschen, die auf Grund von Kurz- oder Weitsichtigkeit eine Brille tragen müssen, das Leben im Alter. Tritt zusätzlich eine Alterssichtigkeit auf, dann müssen sie zum Lesen keine weitere Brille tragen, sondern es reicht eine. Gleitsichtgläser, bei denen Nah-, Zwischen- und Fernbereich fließend ineinander übergehen, ermöglichen sowohl die Fernsicht als auch das Lesen.

Ein kleines Problem gibt es jedoch: Es dauert einige Zeit, bis die Brillenträger sich an die neue Sehhilfe gewöhnt haben. Und je nachdem, wie die Gleitsichtgläser gefertigt werden, können Abbildungsfehler die Schärfe und Kontrastwahrnehmung beeinträchtigen. „Die Hersteller von Brillengläsern versuchen daher, ihre Produkte durch verschiedene Methoden weiter zu optimieren und sich durch Detailentwicklungen von ihren Wettbewerbern zu unterscheiden“, sagt Peter Frankenstein, Sprecher des Bereichs Augenoptik im Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, Spectaris, in Berlin.

Auf der Branchenmesse Opti, auf der sich Augenoptiker von Freitag bis Sonntag in München über die neuesten Trends informieren konnten, zeigte der französische Brillenglashersteller Essilor Gleitsichtgläser, die Brillenträgern das Autofahren in der Dunkelheit erleichtern sollen. Die Gläser werden mit einem neuen Produktionsverfahren hergestellt, mit dem Abbildungsfehler in jedem Punkt des Glases durch entsprechende Korrekturwerte minimiert werden können, wie Peter Lopez, Marketingleiter der deutschen Tochter des Unternehmens, erläutert.

Während die Berechnungen in der Augenoptik vor allem auf Basis einzelner Lichtstrahlen durchgeführt werden, setzt Essilor bei der neuen Technik zusätzlich auf Erkenntnisse aus der Wellenoptik – also auf die Vorstellung, dass sich Licht wie eine Welle verhält. „Tritt eine Lichtwelle durch ein Brillenglas, so wird deren Wellenfront vom Glas geformt. Je geringer die Abweichungen dieser Formung vom gewünschten Idealwert sind, desto besser ist das Sehergebnis“, sagt der Marketingmann. Mit diesem Ansatz sei es möglich, die Eigenschaften des durch die Pupille in das Auge eintretenden Lichtbündels vollständig zu analysieren.

Seite 1:

Hersteller optimieren Gleitsichtbrille

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%