Leberoperationen
Computerbilder für Chirurgen

Egal ob eine Transplantation ansteht oder ein Tumor entfernt werden muss: Operationen an der Leber sind besonders schwierig. Eine virtuelle Darstellung am Bildschirm hilft bei der Planung und Durchführung einer Operation.

TÜBINGEN. In dem Organ treffen vier Gefäßsysteme zusammen, die ineinander verschlungen sind. Diese zu trennen, ohne sie dabei zu verletzen, ist eine besondere Herausforderung für die Chirurgen. Bei einer Transplantation von einem lebenden Spender suchen die Ärzte zudem nach Möglichkeiten, das Organ so zu trennen, dass Spender und Empfänger eine funktionsfähige Hälfte der Leber erhalten. Bei der Entfernung von Tumoren kommt es darauf an, so zu schneiden, dass das gesamte Geschwür entfernt wird.

Bei der Planung solch komplizierte Eingriffe profitieren die Mediziner heute von der Entwicklung so genannter bildgebender Verfahren. Computerbilder, die von einem Tomografen generiert werden, sind inzwischen so realitätsnah, dass sie den Chirurgen eine gute Orientierung bieten. Spezielle Analysesoftware hilft den Ärzten zudem, die beste Operationsstrategie zu entwickeln. Doch damit nicht genug: Das Bremer Unternehmen Mevis entwickelt eine Methode, die es ermöglicht, die Daten aus dem Tomografen auch während des Eingriffs zu verwenden.

Die Bremer Firma gehört zu den Pionieren bei der Aufbereitung von Computerbildern der Leber. Sie hat eine Methode entwickelt, bei der Bilddaten aus Computertomografen analysiert und dreidimensional dargestellt werden. Das Unternehmen bietet seine Dienste als Service an. Das heißt, Kliniken schicken ihre Tomografiebilder per Datenleitung nach Bremen und der Rechner dort generiert aus den Daten Vorschläge, wie bei einer Operation der Schnitt am besten gemacht werden sollte.

Zu den Kunden von Mevis zählen nicht nur Krankenhäuser in Europa, sondern auch Transplantationszentren in den USA und in Asien. „Wir haben bereits 1 300 Leberoperationen begleitet“, sagt Geschäftsführer Heinz Otto Peitgen. Der spektakulärste Fall war die Trennung von siamesischen Zwillingen im Mai in Singapur. Die Kinder waren an der Hüfte zusammengewachsen und hatten nur eine Leber.

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