Medikamente greifen in den Fettstoffwechsel ein und wirken entzündungshemmend
Wirkstoff soll Diabetiker vor Infarkt schützen

Glitazone senken nicht nur den Blutzuckerspiegel, sie beeinflussen auch den Fettstoffwechsel und das Entzündungsrisiko in den Gefäßen positiv. Arzneimittelhersteller wie Glaxo-Smithkline prüfen nun in Langzeitstudien, ob die Medikamente Diabetiker vor einem Herzinfarkt schützen können.

DÜSSELDORF. Nicht nur der erhöhte Blutzuckerspiegel ist für Diabetiker gefährlich. Auch die häufig begleitenden Fettstoffwechselstörungen, der erhöhte Blutdruck und Veränderungen der Blutgerinnung sind lebensbedrohlich. Zusammen sorgen diese gefäßschädigenden Faktoren dafür, dass Diabetes mit einem stark erhöhten Herzinfarkt-Risiko verbunden ist: Laut Statistik sterben rund 50 Prozent der Diabetiker an einem Herzinfarkt.

Mediziner setzen nun Hoffnung auf die Eigenschaften einer Wirkstoffgruppe, die seit wenigen Jahren für die Behandlung von Diabetes zu gelassen ist. Nach neuen Erkenntnissen könnten diese so genannten Glitazon-Medikamente, die in Deutschland von Glaxo Smithkline und Takeda angeboten werden, neben der Senkung des Blutzuckerspiegels die Organverfettung bekämpfen und das Herzinfarkt-Risiko mindern.

Diabetes ist eine Volkskrankheit, die in den Industrieländern drastisch zunimmt. Allein in Deutschland wird geschätzt, dass die Zahl der Menschen, die an Diabetes erkranken, von derzeit acht Millionen auf rund zehn Millionen bis 2010 steigen wird. Das Problem: Übergewicht und Bewegungsmangel steigern die Insulinresistenz der Körperzellen. Auf Grund der Insulinresistenz produzieren die Zellen der Bauchspeicheldrüse dauerhaft sehr viel Insulin. Dies führt zunächst zu einer regelrechten Überlastung der Bauchspeicheldrüse und schließlich dazu, dass die Insulinproduktion versiegt und ein Insulinmangel eintritt.

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