Medizin
Ebola-Kranke werden in US-Klinik behandelt

Sie halfen und brauchen nun selbst Hilfe: Erstmals werden in den USA Ebola-Patienten behandelt. Der US-Arzt und eine Schwester wurden aus Liberia eingeflogen – nicht alle US-Bürger befürworteten diesen Schritt.
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Atlanta/LagosZum ersten Mal werden in den USA Ebola-Patienten behandelt. Am Wochenende traf zunächst der infizierte amerikanische Arzt Kent Brantly mit einer Chartermaschine aus Liberia ein. Von einem Militärflughafen im Bundesstaat Georgia wurde er mit einem Krankenwagen in eine Spezialabteilung des Emory University Hospital in Atlanta gebracht. Danach holte der mit nur einer Isolationskammer ausgerüstete Jet die Missionarin Nancy Writebol heim.

Beide US-Bürger hatten sich während ihres humanitären Einsatzes in Westafrika infiziert, wo in den vergangenen Monaten mehr als 700 Menschen an Ebola starben. Unter den Opfern sind auch Dutzende meist einheimische Helfer.

Brantly sei in der Klinik bereits von seiner Frau besucht worden, mit der er – getrennt durch eine Glaswand – 45 Minuten sprechen konnte, berichtete der Sender CNN. Der leitende Arzt Bruce Ribner nannte den Gesundheitszustand beider Patienten „stabil“. Er versicherte, dass alle nötigen Maßnahmen getroffen worden seien, um eine Ausbreitung der gefährlichen Krankheit in den USA zu verhindern.

In den USA hatte sich in sozialen Netzwerken die Angst geregt, durch die beiden Patienten könnte das Ebola-Virus in die USA eingeschleppt werden. So twitterte etwa der Milliardär Donald Trump, dass es die Inkompetenz der US-Führung zeige, Ebola-Patienten ins Land zu bringen und warnte vor einer Seuchenwelle. „Lasst sie draußen!“, forderte er.

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