Medizin
Gen-Datenbank soll Ehec entschärfen

Im Kampf gegen Ehec wollen sich Forscher die Ähnlichkeit des Erregers mit harmlosen Darmbakterien zunutze machen. Eine neue Gen-Datenbank soll die nötigen Informationen liefern.
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SaarbrückenEs sind nur ein paar Gene, die Ehec-Erreger für den Menschen so gefährlich machen. Ansonsten unterscheiden sich die gefährlichen Keime kaum von harmlosen Darmbakterien. Diese Ähnlichkeit wollen Wissenschaftler der Universität Saarbrücken für die Entwicklung wirksamer Medikamente gegen den Erreger nutzbar machen.

„Wir gehen davon aus, dass es nicht mehr als zehn Gene sind, die den Ehec-Erreger so lebensbedrohlich machen“, erläutert Jan Baumbach, Leiter der Saarbrücker Forschungsgruppe. Gemeinsam mit einem Team des Max-Planck-Instituts für Informatik hat der Bioinformatiker die Datenbank EhecRegNet aufgebaut. In ihr sind alle verfügbaren Gendaten des Ehec-Erregers gesammelt.

Ergänzt werden diese Daten durch Informationen über das Erbgut ungefährlicher Ehec-Verwandter des Typs Escherichia coli. Das Darmbakterium gehört zu den am besten untersuchten Mikroorganismen der Welt. „Wir kennen seine Gene recht genau und wissen von rund 3.500 Wechselwirkungen dieser Gene“, sagt Baumbach.

Die Erbgut-Daten sollen Wissenschaftlern Ansätze zur Bekämpfung des Ehec-Erregers liefern. Dazu vergleicht das EhecRegNet-System die Gendaten der Ehec-Bakterien mit den Daten der ungefährlichen Bakterien, um genetische Schalter bei Ehec aufzuspüren. Ziel ist es, mit diesen Schaltern die Gene auszuschalten, die bei manchen Patienten schweres Nierenversagen auslösen.

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