Medizin Grippewelle ebbt langsam ab

Deutschland zählt in dieser Saison zu den am stärksten von der Grippe betroffenen Ländern in Europa. Allmählich ebbt die Welle hierzulande aber ab.
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Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt offenbar überschritten. Quelle: dpa
Grippewelle ebbt ab

Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt offenbar überschritten.

(Foto: dpa)

BerlinDie Grippewelle in Deutschland hat ihren Höhepunkt überschritten. In der zwölften Kalenderwoche (19. bis 25. März) registrierte das Robert Koch-Institut 25.216 bestätigte Influenzafälle. Das waren nur noch rund halb so viele wie zwei Wochen zuvor (54 151), teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit.

Am stärksten betroffen ist derzeit noch der Osten Deutschlands. In allen anderen Regionen gingen die Ansteckungszahlen inzwischen zurück.

In dieser Grippesaison erkrankten nachweislich rund 300.000 Menschen. Die Krankheitsfälle liegen in der Realität jedoch deutlich höher, denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.

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Wer nießende und hustende Menschen meidet, ist vor Grippeviren sicher

„Willst du mal von meinem Teller probieren? Ich bin nicht krank.“ – Diesen Worten sollte niemand trauen. Denn schon 48 Stunden vor dem Grippe-Ausbruch sind Menschen ansteckend und bis zu fünf Tagen danach. „Keine Sorge, ich bin wieder gesund“ ist deshalb genauso argwöhnisch zu betrachten.

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Nasensprays machen süchtig

Tatsächlich sollte abschwellendes Nasenspray nicht länger als fünf Tage hintereinander verwendet werden. Denn mit der Zeit tritt ein gegenteiliger Effekt auf: Anstatt die Nasenschleimhaut abschwellen zu lassen, lässt das Nasenspray sie dann anschwellen. Um wieder Luft zu bekommen sprühen Betroffene immer häufiger nach – und kommen so vom Medikament nicht mehr los. Dieser Suchtfaktor tritt auch bei leichteren Nasensprays für Kinder auf.

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Eine Grippe-Impfung kann erst recht zur Grippe führen

Bei einer Grippe-Impfung bekommen Menschen Grippe-Viren gespritzt. Viele meiden daher eine Impfung, da sie befürchten als Nebenwirkung erst recht eine Grippe zu bekommen. Dies ist jedoch ein Irrtum, da tote Grippe-Viren gespritzt werden, die inaktiv sind und sich nicht im Körper vermehren.

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Wer sich impfen lässt, muss sich keine Sorgen machen

Eine Impfung schützt nie zu 100 Prozent, sondern bei gesunden Erwachsenen zwischen 70 und 90 Prozent. Bei Älteren senkt eine Impfung die Infektionswahrscheinlichkeit um 60 Prozent.

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Vor allem chronisch Kranke und ältere Menschen sind gefährdet

Ein Blick auf die Statistik entpuppt dieses Gerücht als Irrtum. Die Hälfte aller Grippekranken sind berufstätige Erwachsene.  Da eine Grippe jeden treffen kann, ist eine Impfung um so wichtiger.

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Nach einer Grippe bleibt man erst einmal verschont

Dies gilt nur in einem gewissen Maße, da sich Grippeviren ständig verändern. Daher hält eine Impfung auch nur zwischen sechs Monaten und einem Jahr.

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Wer nicht früh genug impft, kann es gleich sein lassen

Tatsächlich dauert es zwei bis drei Wochen, bis eine Impfung wirkt. Aber zu spät ist besser als nie. Schließlich geht die Grippesaison meist bis Ende März. Am besten ist es, sich zwischen September und November impfen zu lassen.

Bisher sind in dieser Saison 971 Patienten durch Influenza-Viren gestorben, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen.

Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache sind sie zum Beispiel oft nicht mehr nachzuweisen.

Deutschland zählt bei der Grippe neben Dänemark und Finnland in dieser Saison zu den am stärksten betroffenen europäischen Ländern. Nur in Luxemburg waren die Werte noch höher. Dominant waren in dieser Saison mit 70 Prozent Influenza B-Viren.

Das RKI zählte bisher 138 Grippe-Ausbrüche in Krankenhäusern, 122 in Kindergärten, 58 in Schulen, 49 in Alten- und Pflegeheimen und 35 in Reha-Einrichtungen. Viele Patienten waren nicht gegen Influenza geimpft.

  • dpa
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