Medizin
Krebspatienten sind später oft arbeitslos

Eine schwere Krankheit verändert das Leben der Betroffenen. Eine amerikansiche Studie zeigt jetzt: Auch das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für ehemalige Krebspatienten besonders hoch. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren.

DÜSSELDORF. Wer eine Krebserkrankung überstanden hat, ist danach auffallend häufig arbeitslos. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Fachblatt "JAMA" ("Journal of the American Medical Association") veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler um Angela de Boer vom "Academic Medical Center" (AMC) der Universität Amsterdam hatten eine sogenannte Meta-Analyse durchgeführt: Sie verglichen 36 Studien, die sich zumindest am Rande mit dem Zusammenhang von Krebs und Arbeitslosigkeit beschäftigt und an denen insgesamt fast 180 000 Probanden teilgenommen hatten. Die meisten der Studien stammten aus den USA und aus Europa.

Wie die Forscher berichten, waren 33,8 Prozent der Probanden, die eine Krebserkrankung hinter sich hatten, später arbeitslos - aber nur 15,2 Prozent der gesunden Vergleichspersonen. Besonders hoch war das Risiko, arbeitslos zu werden, für Überlebende von Brust-, Darm- und Gebärmutterkrebs.

De Boer und ihre Kollegen fanden außerdem ein dreimal höheres Risiko für ehemalige Krebspatienten, aufgrund von Arbeitsunfähigkeit arbeitslos zu werden. Möglicherweise, schreiben die Forscher, sei die höhere Wahrscheinlichkeit, durch Krebs arbeitsunfähig zu werden, ein Grund für die hohe Arbeitslosenzahl unter ehemaligen Krebskranken.

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