Medizin
Mit Bio-Bandscheiben gegen Rückenschmerzen

US-Mediziner haben erstmals Bandscheiben-Implantate auf biologischer Basis getestet. Im Tierversuch erwiesen sich die Bio-Implantate als wirksam und gut verträglich.
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WashingtonKaputte Bandscheiben wollen US-Forscher in Zukunft mit biologischen Implantaten ersetzen. Über erste Tests mit Bio-Bandscheiben, die aus Zellen von Schafen aufgebaut worden waren, berichten die Wissenschaftler in den „Proceedings“ der US- Akademie der Wissenschaften. Die Implantate ermöglichten den Tieren volle Beweglichkeit und hatten sich nach sechs Monaten fast wie natürliche Bandscheiben in die Wirbelsäule integriert

Probleme mit den Bandscheiben sind die Hauptursache für Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich und verursachen enorme Kosten. In den meisten Fällen werden die Beschwerden konservativ mit Physiotherapie und Medikamenten behandelt. Operationen, bei denen kaputte Bandscheiben durch mechanische Implantate ersetzt werden, sind unter Fachleuten umstritten. Viele Implantate versagen ihren Dienst, weil sie locker werden, verrutschen oder einfach im Laufe der Zeit abnutzen.

Die Forscher um Robby Bowles von der Cornell University in Ithaca (US-Staat New York) testeten nun rein biologische Bandscheiben-Implantate. Dazu erstellten sie zunächst auf Grundlage von Computertomographie-Bildern eine Art Gussmodell der zu ersetzenden Bandscheibe.

Dieses Modell nutzten sie dann, um mit Hilfe von Zellen aus der Bandscheibe von Schafen ein Implantat aufzubauen. Bandscheiben bestehen aus einem inneren, wasserreichen Gallertkern und einem äußeren Faserring. Diesen Aufbau bildeten die Wissenschaftler mit Hilfe der unterschiedlichen Zelltypen nach.

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